Bonn (dpa/tmn)

Krötenwanderung: Runter vom Gas, aber nicht ausweichen

Dass die Tage länger und heller werden, sollte das Autofahren eigentlich entspannter machen. Doch der Jahreszeitenwechsel bringt auch Gefahren mit sich - etwa das Krötenwandern.
Kröte am Straßenrand       -  Langsamer im Verkehr: Jetzt zu Beginn der Krötenwanderungen sollten Autofahrer den Fuß vom Gas nehmen, aber keine riskanten Ausweichmanöver starten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
Langsamer im Verkehr: Jetzt zu Beginn der Krötenwanderungen sollten Autofahrer den Fuß vom Gas nehmen, aber keine riskanten Ausweichmanöver starten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Tempo reduzieren, aber keine riskanten Ausweichmanöver starten. Das rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) Autofahrern zu Beginn der Krötenwanderungen. Denn ansonsten bestehe die Gefahr, etwa in den Gegenverkehr zu steuern.

Besonders aufmerksam sein sollten Autofahrer dort, wo Hinweisschilder stehen, und in Regionen zum Beispiel mit Feuchtwiesen und Mooren. „Sobald die Temperaturen nachts deutlich im Plusbereich liegen, sind Kröten wieder auf Achse”, sagt Sven Rademacher vom DVR. Diese Laichwanderungen könnten sich bis in die ersten Apriltage hinziehen.

Eine niedrige Geschwindigkeit ist besonders wichtig, denn die Tiere werden nicht nur direkt überfahren, sondern können auch vom Strömungsdruck der Autos zerquetscht werden. „Schon bei einem Überfahrtempo von 50 km/h haben die Kröten kaum eine Überlebenschance”, so Rademacher. Bei Tempo 30 dagegen würden viele Tiere überleben. Kröten wandern nur sehr langsam und brauchen mitunter mehr als eine Viertelstunde, um über eine normal breite Straße zu gelangen, so der DVR.

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