Saarlouis

Nicht immer darf MPU verlangt werden

Wem nach einer Trunkenheitsfahrt der Führerschein entzogen worden ist, muss erst einmal zur MPU, um ihn wiederzubekommen? Nicht unbedingt, wie ein Urteil zeigt.
Alkoholtest
Bei einer Polizeikontrolle wird ein Alkoholtest durchgeführt. Jährlich müssen zahlreiche Bundesbürger zur MPU, vor allem nach Missbrauch von Alkohol. Foto: Uli Deck/dpa
Wer alkoholisiert Auto fährt und dabei erwischt wird, muss häufig für einige Zeit den Führerschein abgeben. Um ihn zurückzubekommen, wird oft eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) mit positivem Gutachten verlangt. Wer allerdings zum ersten Mal erwischt wurde und dabei weniger als 1,6 Promille Alkohol im Blut hatte, der kann nicht ohne weiteres automatisch zur MPU verpflichtet werden. Das geht aus einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Saarlouis hervor, auf das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist ( Az.: 1 A 405/17 ). In dem Fall war ein Mann gegen ...
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