WÜRZBURG

Die beste Technik für den Strand

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Wer auch am Strand nicht auf Musik verzichten will, reist am besten mit einem Bluetooth-Lautsprecher an. Im Bild (die kleine rote Tonne) ist der Wonderboom 2 von Ultimate Ears. Foto: Hersteller

Bücher leihen statt kaufen, Reisedokumente auf der Smartwatch verwalten, Musik für den Strand herunterladen – wir erklären, wie es klappt.

Lesen ohne Schlepperei

Wer im Urlaub ein Buch nach dem anderen verschlingt, kennt das Problem: Dicke Bücher mitzuschleppen, ist ziemlich mühsam. Die Ferien sind daher ein guter Anlass, sich einen E-Reader anzuschaffen. Zum Beispiel den neuen Amazon Kindle für rund 80 Euro. Das Einsteigermodell besitzt eine integrierte Hintergrundbeleuchtung, die bislang den teureren Paperwhite- und Oasis-Modellen vorbehalten war.

Technisch ausgereift, solide verarbeitet und mit einer extrem langen Akkulaufzeit macht man damit eigentlich nichts falsch. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass man sich langfristig an Amazon bindet, da E-Books und Hörbücher ausschließlich über den Online-Händler gekauft werden können.

Alternative zum Kindle

Eine Alternative ist der Tolino Shine 3 für knapp 90 Euro, der sogar noch etwas leichter als der Kindle ist. Zudem kann man damit selbst entscheiden, wo man seine E-Books kauft, das Gerät ist bereit für die „Onleihe“ der öffentlichen Bibliotheken. So kann man Bücher, Zeitschriften, Hörbücher und Filme über die örtliche Bibliothek ausleihen, was sich positiv in der Reisekasse bemerkbar macht.

Dazu muss man zunächst vor Ort einen Büchereiausweis beantragen. Danach den E-Reader mit einem WLAN verbinden und über die Adresse onleihe.net mit dem Browser des E-Readers den Onleihe-Zugang der jeweiligen Bibliothek suchen und sich mit den Benutzerdaten einloggen.

Der Kindle wiederum punktet mit intuitiver Bedienung und der Möglichkeit, Audible-Hörbücher abzuspielen. Über Amazons Hörbuch-Service Audible gekaufte Titel können auch mit dem neuen Kindle abgespielt werden. Allerdings verfügt das Gerät weder über Lautsprecher noch über einen Kopfhörereingang. Um Audible-Hörbücher abspielen zu können, muss man deshalb eine Bluetooth-Verbindung zu einem externen Lautsprecher oder Headset herstellen. Das funktioniert über die „Einstellungen“, „WLAN und Bluetooth“ und „Bluetooth-Geräte“.

Reisebegleiterin am Handgelenk

Die Apple Watch (ab rund 300 Euro) wird vor allem als Sport-Accessoire gesehen. Doch auch als Reisebegleiterin macht sie eine gute Figur. Dafür sorgt eine konkurrenzlose Menge an Apps. So kann man über die „Wallet“-App Bordkarte, Tickets und andere Dokumente verwalten und schnell darauf zugreifen. Der einfachste Weg führt über „Karten bearbeiten“ und „Apps für Wallet suchen“.

Zu den Anbietern gehören die Lufthansa und die Bahn mit dem „DB Navigator“. Reiseunterlagen werden automatisch am richtigen Ort zur richtigen Zeit angezeigt. Ist das iPhone mit der Apple Watch verknüpft, erscheint die Bordkarte auch auf der Uhr, samt QR-Code, den man nur auf den Scanner halten muss.

Zu den nützlichsten Apple-Watch-fähigen Apps gehört „App in the Air“ (AITA Ltd.). Informationen können über die Uhr mit Siri-Kurzbefehlen abgerufen werden. Die App informiert über Flugplanänderungen, hält Terminal-Karten bereit und ermöglicht sogar einen automatischen Check-in. Den vollen Funktionsumfang bekommt man aber nur mit einem Abo für rund 32 Euro im Jahr. Für die Urlaubszeit reicht ein Monatsabo für 5,49 Euro.

Sprachbarrieren überwinden

Auch Sprachbarrieren lassen sich mit Hilfe der Apple Watch überwinden, etwa mit dem kostenlosen „Microsoft Translator“, den es auch für Android gibt. Er beherrscht 45 Sprachen, die gewünschte sollte man über die Einstellungen vor Reiseantritt herunterladen. Den zu übersetzenden Text spricht man einfach in die Apple Watch, die auch die korrekte Aussprache übernimmt.

Simpel, aber ausgesprochen nützlich ist der „Elk-Währungsrechner“. Hat man über die Einstellungen die richtigen Währungen ausgewählt, kann man den Betrag auf der Uhr durch Drehen an der Digital Crown anpassen. Indem man von rechts nach links über das Zifferblatt streicht, lassen sich die Werte verzehnfachen. Hat man den „Dreh“ einmal raus, wird Umrechnen so einfach wie nie.

Sound für den Strand

Ultimate Ears werkeln an der Perfektionierung ihrer Bluetooth-Lautsprecher. Der „Wonderboom 2“ für rund 100 Euro bringt gegenüber dem Vorgänger einige Detailverbesserungen: Der Klang wirkt dynamischer, die Akkulaufzeit hat sich auf rund 13 Stunden erhöht, die Wiedergabetaste ist besser erkennbar.

Für den Tag am Strand ist die bunte Soundkugel gegen Sand geschützt, verzeiht Stürze aus bis zu 1,5 Meter Höhe und schwimmt an der Wasseroberfläche. Koppelt man zwei Wonderbooms, erklingt Musik jetzt auch in Stereo. Das funktioniert auch mit einem neuen und einem älteren Modell, dann allerdings nur im Gleichklang. Für unterwegs ist der neue Outdoor-Boost, der über eine Taste an der Unterseite erreichbar ist und den Sound auf die Bedingungen im Freien anpasst.

Eine Alternative sind die „D FINE Cubes“ von Dockin, die für rund 160 Euro gleich im stereotauglichen Doppelpack kommen. Schwimmen können sie nicht, sind aber immerhin gegen Spritzwasser geschützt.

Videos und Musik im Handgepäck

Je nach Mobilfunkvertrag ist das Streamen von Musik ein teurer Spaß, denn eine echte mobile Flatrate gibt es noch nicht. Es empfiehlt sich deshalb, Musik und Videos herunterzuladen, während man noch mit einem WLAN verbunden ist. Bei Amazon Music und anderen findet man diese Option in der Regel direkt über die am jeweiligen Album oder der jeweiligen Playlist angezeigten Menütaste.

Bei Spotify öffnet man das gewünschte Album und legt den Schalter rechts neben „Herunterladen“ um. Vorsicht: Die Funktion „Speichern“ dient nur zum Markieren des Albums als Favorit, nicht aber zum Herunterladen. Zudem setzt das Offline-Musikhören ein kostenpflichtiges Premium-Abo voraus – aber auch das kann man nach dem Urlaub ja notfalls wieder kündigen.

Wo laden Sie denn?

Ladestationen: Irgendwann stellt sich unterwegs zwangsläufig die Frage nach dem Strom. An vielen öffentlichen Orten wie Bahnhöfen oder Flughäfen findet man USB-Ladestationen, an denen man elektronische Geräte kostenlos aufladen kann. Doch die sind mit Vorsicht zu genießen. Experten stufen die Gefahr, auf diesem Wege Opfer von Datendieben zu werden, als unkalkulierbar hoch ein.

Steckdosen: Zum Glück findet man meistens aber auch Arbeitsplätze mit Steckdosen. Damit es möglichst schnell geht, empfiehlt sich hier ein Ladegerät, das Schnellladetechnologien wie beispielsweise Quick Charge oder Power Delivery unterstützt. Daran lassen sich, je nach Art des Modells, mehrere Geräte gleichzeitig anschließen, die dann auch vor Überspannung geschützt sind.

Powerbank: Unabhängig von Stromquellen ist man mit einer mobilen Powerbank. Man sollte aber unbedingt auf die Bestimmungen der Fluglinie achten, damit man die zulässige Kapazität nicht überschreitet. Außerdem gehören Powerbanks ins Handgepäck. Erlaubt sind in der Regel zwei separat verstaute Geräte. Im Koffer haben sie wegen Brandgefahr nichts zu suchen. (haust)

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