HOCHZEITSKLEID

Was wird aus dem Brautkleid nach der Hochzeit?

Brautkleidbox
In einer Brautkleidbox kann das Hochzeitskleid sicher vor Staub und Licht verstaut werden. Foto: Tom Merton (OJO Images RF)

Lange hat die Braut auf den Hochzeitstag hin gefiebert, möglicherweise monatelang nach dem perfekten Kleid gesucht. In diesem konnte sie sich dann einmal wie eine Prinzessin im Märchen fühlen. Doch auch dieser Moment ging vorbei und die Frage steht im Raum: Was macht man nun mit dem Brautkleid?

Behält man es und verstaut es unter dem Bett, nur um es einmal wieder hervorzuholen, wenn man sich an den schönsten Tag im Leben zurückerinnern will? Bringt man es zum Schneider und lässt es umnähen, sodass es auch im Alltag getragen werden kann? Oder verkauft man es gar auf einer von unzähligen Plattformen und beschert damit einer anderen Frau einen unvergesslichen Hochzeitstag? Die Auswahl ist groß. Wir haben für Sie ein paar der Möglichkeiten zusammengefasst.

Eine Brautkleidbox als Zeitmaschine

Das Traumkleid behalten ist natürlich eine Option, die viele Frauen wählen. Immerhin hat man viel Energie in die Auswahl des Kleides gesteckt, hat sich monatelang darauf gefreut, es endlich anziehen zu dürfen. Will man sich nicht von dem Kleid trennen und auch nichts daran verändern, dann empfiehlt sich die Aufbewahrung in einer Brautkleidbox. In der Box, die es in verschiedensten Größen und Designs gibt, ist das Kleid vor Licht und Staub geschützt und es lassen sich noch andere Erinnerungsstücke an die Hochzeit darin verstauen. Somit dient die Box quasi als Zeitmaschine, wenn sich die Getraute nochmal an ihren Tag zurückerinnern möchte.

Ganz unangetastet muss das Kleid aber natürlich nicht bleiben. Im Trend liegen zum Beispiel sogenannte Brautkleidpartys. Dabei können sich bereits vermählte Freundinnen treffen und sich noch einmal in ihre Brautkleider schmeißen. Eine lustige Fete mit Anekdoten der jeweiligen Hochzeiten ist garantiert! Wer noch einen Schritt weiter gehen will, besucht mit dem Gatten einen Brautkleiderball, den es in verschiedenen deutschen Städten oder auch in Wien und Salzburg gibt.

Brautkleidverkauf: Online oder offline?

Entscheidet man sich aber doch für den Verkauf des Kleides, sollte die Braut generell recherchieren, welcher Preis noch angemessen ist. Liegen keine Makel am Kleid vor, kann sie zwischen 60 und 80 Prozent des Kaufpreises veranschlagen. Allgemein sollte das Kleid aber innerhalb von zwei Jahren verkauft werden, da es danach schon als veraltet gelten könnte.

Beim Verkauf stellt sich natürlich die Frage: Online oder offline? Neben dem Klassiker „ebay Kleinanzeigen“ gibt es mehrere Plattformen, auf denen die Braut ihr Kleid zum Verkauf anbieten kann, zum Beispiel „kleiderkreisel.de“, „secondbride.de“, „brautboerse.de“ oder „marryjim.de“. In der Beschreibung sollten Sie darauf achten, das Kleid nicht nur äußerlich zu beschreiben, sondern auch das Gefühl, das man beim Tragen hatte. Außerdem sind viele gute Fotos unabdinglich! Um den Verkauf anzukurbeln, sollten Sie zusätzlich, auf verschiedenen Social-Media-Kanälen für das Kleid werben.

 

This vintage bridal gown was worn about 25 years ago by the mother of the bride and was completely redesigned in our Atelier. We used some of the original fabric for the skirt and petticoat and added a cotton/acetate satin top with some lace details. Dieses Vintage-Brautkleid wurde vor ca 25 Jahren von der Mutter der Braut getragen und wir haben es komplett umgestaltet. Rockteil und Unterrock wurden wiederverwendet und durch ein Oberteil aus Baumwoll-Acetat-Satin und Spitzendetails ergänzt. #redesign #bridalcouture #bridalwear #bridalgown #bridetobe #vintagebridal #bespoketailoring #bespokebride #dressmaking #lace #workinprogress #sewing #couture #coudre #ninaclausencouture #madetomeasure #madeinkiel #insidecouture #instakiel #maßschneiderei #maßgeschneidert #feingeschneidert #hochzeitskleid #brautkleid #brautkleidumarbeitung #vintagebrautkleid #dashandwerk #tailorsatwork

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Wer aber lieber den persönlichen Kontakt sucht, kann sein Kleid auch in einen Second-Hand-Laden bringen. Davon gibt es mittlerweile auch viele, die sich auf den Verkauf von Brautmode spezialisiert haben. Oder man schaut, ob es in der Umgebung einen Brautmoden-Bazar gibt, auf dem vielleicht eine zukünftige Braut genauso ein Kleid sucht, wie man es selbst getragen hatte.

Aus dem Brautkleid wird ein Taufkleidchen

Das Kleid zu behalten, aber es zu ändern, ist aber natürlich auch eine beliebte Option. Dabei muss es aber nicht nur das klassische Einfärben oder Umschneidern sein, so dass das Kleid auf einer Cocktailparty oder gar im Alltag getragen werden kann. Aus verzierten Trägern, Stoffrosetten oder Perlen-Applikationen am Dekolleté lässt sich auch schöner Schmuck machen.

Wer weiter in die Zukunft denkt, der kann auch Teile seines Brautkleides vererben. Denn oftmals folgt auf die Hochzeit früher oder später die Geburt eines Kindes und dann auch die Taufe. Aus dem Rock, Unterrock und Schleier lässt sich dann ein hübsches Taufkleidchen nähen, dass von Generation zu Generation weitergegeben werden kann.

Eine Spende des Hochzeitskleides für den guten Zweck ist natürlich ebenso möglich. Die Organisation „Handgemachtes für Sternenkinder und Frühchen e.V.“ nimmt beispielsweise Hochzeitskleider an und näht daraus Anzüge, Deckchen oder Kleidchen, in denen die Sternenkinder beerdigt werden. Damit zeigt die Braut ihre Unterstützung der Eltern in dieser schweren Zeit.

Ihre Hochzeit steht Ihnen noch bevor? 

Dann haben wir hier ein paar Anregungen für Sie:

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