St. Augustin

Wegen pinker Parkscheibe beinahe Knöllchen

Weil ihre Parkscheibe nicht blau-weiß war, hätte eine Autofahrerin beinahe ein Verwarngeld bezahlen sollen. Welche Regeln Parkscheiben außerdem erfüllen müssen.
Rosafarbene Parkscheibe
Eine rosa Parkscheibe mit der Aufschrift «bin shoppen!» steckt am 31.10.2012 in Berlin hinter einer Frontscheibe eines Autos. Für die falsche Farbwahl bei der Parkscheibe hat eine Autofahrerin in Herten ein Knöllchen erhalten. Sie muss fünf Euro zahlen, wie eine Stadtsprecherin einen Bericht des Internetportals «derwesten.de» bestätigte. Foto: Robert Schlesinger/dpa (zu dpa «Fünf Euro Strafe für rosafarbene Parkscheibe» vom 31.08.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit Foto: Robert Schlesinger (dpa-Zentralbild)

Ein vermeintliches Knöllchen wegen einer pinken Parkscheibe hat in St. Augustin für Diskussionen gesorgt. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadt bei Bonn hatte einer Autofahrerin einen gelben Zettel am Auto mit dem Hinweis hinterlassen, dass ihre Parkscheibe ungültig sei. Sie werde in den nächsten Tagen die Höhe des Verwarngeldes erfahren, heißt es auf dem Zettel weiter.

Wie eine Parkscheibe auszusehen hat, ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Die Parkscheibe ist ein sogenanntes Richtzeichen. Für deren Gestaltung gelten ähnlich strikte Regeln, wie für das Stoppschild oder andere Verkehrsschilder auch. Die richtige Parkscheibe hat einen blauen Hintergrund und ist weiß beschriftet. Sie ist elf Zentimeter breit und 15 Zentimeter lang. Auch das typische „P“ für „Parken“ muss darauf abgebildet sein.

Eine Sprecherin der Stadt St. Augustin betonte am Dienstag, dies sei die geltende Rechtslage. Laut Straßenverkehrsordnung müssten Parkscheiben blau-weiß sein. „Eine pinkfarbene Parkscheibe kann nicht anerkannt werden“, hieß es. Allerdings gab die Stadt für die betroffene Autofahrerin Entwarnung: „Der Zettel war nur als freundlicher Hinweis gemeint. Ein Verwarngeld wird nicht erhoben.“

Vorsicht bei Werbung auf der Parkscheibe

Häufig dienen Parkscheiben als Werbegeschenke. Doch bei aufgedruckten Werbesprüchen ist Vorsicht geboten: „Auf der Vorderseite der Parkscheibe sind Zusätze, auch solche zum Zwecke der Werbung, nicht zulässig“, heißt es in der Straßenverkehrsordnung. Wie die Rückseite gestaltet ist, ist hingegen nicht geregelt.

Vor sechs Jahren hatte eine pinke Parkscheibe in Herten im Ruhrgebiet einer Autofahrerin ein Fünf-Euro-Knöllchen beschert. Auch handgeschriebene Zettel mit der Ankunftszeit darauf, seien nicht erlaubt. An defekten öffentlichen Parkscheinautomaten oder Parkuhren darf nur bis zur angegebenen Höchstparkdauer geparkt werden. Auch in diesem Fall ist eine Parkscheibe Pflicht.

Wie ist die Parkscheibe einzustellen?

Die Parkscheibe ist immer auf die volle oder halbe Stunde nach der Ankunftszeit einzustellen. Selbst wenn das Auto um 16.01 Uhr abgestellt wird, soll der Fahrer die Parkscheibe auf 16.30 Uhr stellen. Die Parkscheibe sollte von außen gut lesbar sein, rät der ADAC. Ansonsten droht dem Autofahrer je nach Parkdauer ein Verwarnungsgeld zwischen zehn und 30 Euro.

 

Mit Material der dpa

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