BAYERN

Experten erwarten Mückenplage

Mückenplage
Das trockene Wetter mit vereinzelten Niederschlägen begünstigt die Mückenpopulation. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)

Vielen Regionen in Deutschland könnte eine Mückenplage drohen. „In der langen Trockenphase trugen viele weibliche Mücken ihre fertigen Eier in sich und suchten nach Möglichkeiten, sie abzulegen“, sagt Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf).

Nach Unwettern vielerorts konnten und können sie das nun tun. Die Entwicklung von der Eiablage bis zur stechenden Mücke dauere bei 25 Grad Celsius etwa zwei Wochen, sagt Walther. „Wir werden bald in vielen Regionen umfangreiche Mückenpopulationen haben.“ Bei den stechenden Hausmücken schwirre bereits die dritte oder vierte Generation des Jahres umher, schätzt die Biologin.

Beosnders geplagt seien Menschen in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen oder Thüringen. „Dort hat es deutlich mehr Niederschlag gegeben - ein Paradies für Mücken”, sagt die Wissenschaftlerin.

Mücken strotzen Trockenheit

Die vielerorts wochenlange Trockenheit habe den Wärme liebenden Plagegeistern nichts ausgemacht „Für die Eiablage der Mücken reicht auch wenig Wasser”, erklärt Walther.

Dass es aktuell viele Mücken gibt, zeige sich auch an der Zahl der Einsendungen für den Mückenatlas. Mithilfe ihres Mückenatlas versucht Walther herauszufinden, wann und wo in Deutschland welche Mücken auftreten. Sie bittet Menschen, die von den Blutsaugern betroffen sind, ihr die Tiere als Proben zuzuschicken. Das seit 2012 im Aufbau befindliche Portal liefert Hinweise auf die Verbreitung der heimischen Stechmückenarten und auf eventuell in Deutschland „zuwandernde” exotische Arten. Darunter können auch solche sein, die Krankheitserreger auf den Menschen übertragen können.

 

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  • Lucas Kesselhut
  • dpa
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