WÜRZBURG

Ostern: Hohes Risiko für Schokoladenvergiftungen bei Hunden

Tipps für Weihnachten
Ein Hund frisst Schokolade Foto: Marion Gröning

Hundetod an den Osterfeiertagen: Der Gedanke könnte erschreckender nicht sein. Doch der gut versteckte Schokoladenhase in der Wohnung oder offene Osternester sind Gift für den besten Freund des Menschen. Deshalb steigt an Feiertagen wie Weihnachten, dem Valentinstag oder eben dem Osterfest das Risiko für Hunde, warnt eine Studie der britischen Universität Liverpool im Fachblatt „Veterinary Record”.

Laut der Studie verdoppelt sich das Risiko einer Vergifungswahrscheinlichkeit der Tiere an den Osterfeiertagen im Vergleich zu normalen Tagen im Jahr. Denn Schokolade ist für Hunde zwar auch ein Genuss, aber giftig.

Alkaloid in der Schokolade kann nicht abgebaut werden

Dafür ist der in der Schokolade enthaltene Stoff Theobromin verantwortlich. Das Alkaloid ist mit Koffein verwandt und sorgt für den Kick, den Menschen durch den Verzehr von Schokolade erfahren. Während der Mensch durch spezielle Enzyme das Alkaloid aber zügig verarbeiten kann, wird der Stoff bei Hunden schlecht abgebaut. Dadurch können Vergiftungserscheinungen auftreten.

Je höher der Kakao-Anteil desto größer ist das Risiko

Diese reichen von Erbrechen und Durchfall bis hin zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Kleinere Hunde können bei größeren Mengen Schokolade sterben. Vor allem Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakao-Anteil ist gefährlich, betonen die Experten.

„Wenn Schokolade gefressen wurde, sollten die Besitzer so schnell wie möglich ihren Tierarzt konsultieren und idealerweise sagen können, wie viel und welche Schokolade gefressen wurde”, rät Tiermediziner Peter-John Noble von der Universität Liverpool. Dafür sollte auch die Verpackung der gefressenen Schokolade mitgenommen werden.

Katzenbesitzer dürfen sich entspannen. Bei ihren Haustieren besteht das Problem nicht. Katzen mögen einfach keine Schokolade.

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  • Manuel Scholze
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