Würzburg

Als man am Bahnhof noch richtig speisen konnte

Wolfram Siebeck verriss das "Kalbsragout fin", das er am Würzburger Bahnhof aß. Dass Bahnhofslokale aber (literarisch) bedeutende Orte waren? Guido Fuchs würdigt die Gastronomie-Poesie am Gleis.
So schön und prächtig konnte man einst am Hauptbahnhof Schweinfurt speisen: ein Bild der Restauration anno 1915. Foto: Sammlung Edgar Kolb
Wolle jemand saftige Grobheiten erleben, dann brauche er nur auf den Bahnhof und in die dortige Restauration zu gehen. Der anonyme Schreiber, der da mit ernstem Augenzwinkern die Unverschämtheiten mancher Kellner und Untaten der Wirte beklagt, liefert im Satireblatt „Würzburger Stechäpfel“ gleich exemplarisch „einige gelungene Pröbchen“ mit. Wie dieses: Setzt sich „ein hiesiger bejahrter Bürger“ im Wartesaal an einen gedeckten Tisch, bestellt Kaffee und erhält von dem Kellner die Antwort: ‚An dem Tisch wird kein Kaffee getrunken!!‘“. Oder jenem: ...
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