Würzburg

Arena der schrillen Attraktionen: Ariadne im Zirkus

Wer sind wir, was wollen wir? Selten wird der Opernbesucher so direkt mit diesen Fragen konfrontiert wie in Dominique Horwitz' "Ariadne" am Mainfranken Theater.
Die Traurige und die Frivole - möglicherweise täuscht der erste Eindruck. Ilia Papandreou als Ariadne (links) und Akiho Tsujii als Zerbinetta. Rechts hinten Anneka Ulmer und Silke Evers als siamesische Zwillinge. Foto: Josef Lamber
Vielleicht ist Liebe ja grundsätzlich ein Missverständnis? Vielleicht kommen Beziehungen ja überhaupt nur zustande, weil beide immer nur das beim anderen hören, was sie hören wollen? So jedenfalls legt es das vorgebliche Happy End der Oper "Ariadne auf Naxos" nahe, die soeben am Mainfranken Theater Premiere feierte: Ariadne, von ihrem Helden Theseus sitzengelassen auf einer wüsten Insel, sehnt den Tod herbei. Als Bacchus auftaucht, sie zu retten und zu lieben, sieht sie in ihm nur den willkommenen Todesboten. Die beiden singen einander leidenschaftlich an – und aneinander vorbei. Bacchus ...
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