GEMÜNDEN

Auch Wünschen will gelernt sein: Das Sams ist wieder da

Chillen in der Südsee: Das Sams (Hannah Baus) und Herr Taschenbier (Tino Leo) lassen es sich gut gehen. Foto: Kristian Lozina

Das Sams ist zurück! In diesem Sommer macht das liebenswerte Wesen mit rotem Stachelhaar, Rüsselnase, blauem Taucheranzug und Taucherflossen die Scherenburg in Gemünden unsicher. Hannah Baus spielt das chaotische Wesen aus der Feder von Paul Maar so überzeugend, dass der Applaus nach dem Stück gar nicht mehr enden will.

Herr Taschenbier vermisst das Sams. Damit es zu ihm zurückkommt, muss folgendes passieren: „Am Montag kommt Herr Mohn (sehr lustig: Mike Kühne), am Dienstag habe ich Dienst, am Mittwoch ist Mitte der Woche, am Donnerstag muss es donnern und am Freitag mache ich frei, dann kommt am Samstag das Sams vorbei.“ In seinem hellbraunen Cordanzug, mit Hornbrille und großer Fliege gibt Tino Leo einen Taschenbier, so schüchtern, verklemmt und liebenswert, wie man ihn sich immer vorgestellt hat.

Und dann passiert es tatsächlich: Das Sams ist wieder da. Das laute, freche Ding und bringt die Kinder immer wieder zum Lachen, denn es hat jede Menge neuer Wunschpunkte dabei.

Die ersten Wünsche sind schnell und achtlos ausgesprochen. So wünscht sich Herr Taschenbier auf den Dachboden, um dem Sams seine selbst gebaute Wunschmaschine zu zeigen. Doch weil er nicht angegeben hat, auf welchem Dachboden er landen möchte, geht alles schief. Zwei Polizisten (Mike Kühne und Wolfgang Schulz) versuchen die Eindringlinge zu fassen. „Du musst genauer wünschen, Papa!“, mahnt das Sams.

Taschenbier wünscht sich Geld und erhält eine Dose voll Cents. Schließlich wünscht er sich mit dem Sams auf eine einsame Südseeinsel. Affen bringen Liegestühle und Bananen. Auch die Ausstattung und das Bühnenbild sind sehr liebevoll und passen wunderbar vor den Bergfried der Burgruine.

„Machen wir eine Pause“, ruft der Erzähler (noch mal Mike Kühne) den Kindern zu. Sie rufen alle: „Nein!“ Aber die Pause gibt es trotzdem – mit Würstchen, Limonade und Süßigkeiten.

Erst auf der Südseeinsel fällt Herrn Taschenbier ein, dass er dort keine Wunschmaschine hat, um wieder wegzukommen. Noch dazu wird das Sams von zwei Großwildjägern (Jürgen Musielak und Sabine Scholz) für ein seltenes Affenschwein gehalten und gefangen genommen. . .

Regisseur Peter Cahn hat mit „Am Samstag kam das Sams zurück“ ein unterhaltsames Stück für die ganze Familie geschaffen. In 60 Minuten Spielzeit gibt es viel zu lachen, Wortwitz und Mitmachaktionen.

Weitere Vorstellungen bis Mitte August, Näheres unter www.scherenburgfestspiele.de

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