WÜRZBURG

Benefizkonzert der Medien: Akrobatik auf der Flöte

Stehende Ovationen gab es für Jasmine Choi und das Sinfonieorchester der Würzburger Musikhochschule unter Esa Heikkilä beim 8. Benefizkonzert der Würzburger Medienunternehmen Vogel Business Media, Robert Krick Verlag, Koenig & Bauer und Mediengruppe Main-Post im Vogel Convention Center. Der Erlös von 63 500 Euro geht an ein Inklusionsprojekt im Tierpark Sommerhausen, an ein Forschungsprojekt der Uni-Kinderklinik und an die Würzburger Mönchbergschule, die für ihre Projekte für Migrationskinder bekannt ist.

Die Flötistin Jasmine Choi begeisterte durch Virtuosität und Lebendigkeit. Stilsicher in der Herangehensweise und mit viel Persönlichkeit spielte sie Mozarts erstes Flötenkonzert. Die 1983 geborene Südkoreanerin interpretierte das Stück nicht auf einer historischen Traversflöte, sondern auf einer modernen Konzertflöte. Das ermöglichte der Solistin eine große Bandbreite an Schattierungen. Zum Nuancenreichtum der Klangfarben ihres Spiels kamen die Brillanz ihres Ansatzes und ihre Fingergeläufigkeit. Beides machte sie im Mozart-Konzert deutlich, insbesondere im lyrischen Mittelteil ihrer erstaunlich langen Kadenz des Eröffnungssatzes. Instrumental-Akrobatik pur lieferte Jasmine Choi mit dem 24. Capriccio von Paganini und dem Hummelflug von Rimski-Korsakow (beides in Bearbeitungen für Querflöte) als Zugaben.

Die Musikhochschulstudenten, aus denen das Orchester besteht, überzeugten vor allem durch frischen Gesamtklang. Das hohe Maß an Gemeinschaftssinn war umso erstaunlicher, weil die jungen Leute als Studenten naturgemäß ja gerade dabei sind, ihre künstlerische Individualität herauszubilden. Das hinreißende, energische Dirigat des Finnen Esa Heikkilä trug zum Gelingen wesentlich bei. Der Mann am Pult hatte ganz offensichtlich einen guten Draht zu den jungen Musikern.

Schmissig und mit Elan trugen die Instrumentalisten die Ouvertüre zur Rossini-Oper „Die diebische Elster“ und Mendelssohns „Italienische Sinfonie“ vor. Die Holzbläser spielten den Mendelssohn genauso duftig, wie es sich gehört. Dass sie auch voll aufdrehen können, zeigten die Musiker mit dem ersten Marsch aus Edward Elgar‘s „Pomp and Circumstances“. Das Trio mit der Melodie des patriotischen Elgar-Liedes „Land of Hope and Glory“ spielte das Orchester schmelzend und mit genau der richtigen Dosis an Pathos.

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