WÜRZBURG

Bilanz der ersten Hafensommer-Woche: Huij und Respekt

Das Musikfestival auf der schwimmenden Bühne bleibt ein Ort unpopulärer Hörerlebnisse und ein Fest der Entdeckungen. Und politische Botschaften bietet es auch.
Charismatische Stimme aus Mali: Rokia Traoré bei ihrem begeisternden Konzert auf der Hafensommerbühne.
Charismatische Stimme aus Mali: Rokia Traoré bei ihrem begeisternden Konzert auf der Hafensommerbühne. Foto: SILVIA GRALLA
Man sollte meinen, dass man Würzburg in Sachen afrikanische Musik nichts mehr vormachen kann. Dass man nach bald 30 Jahren Africa Festival das musikalisch Beste, Schönste, Wichtigste, auch Neueste vom afrikanischen Kontinent kennt. Und dann wird man doch noch überrascht. Da steht am Donnerstagabend am Würzburger Kulturspeicher Rokia Traoré auf der schwimmenden Bühne. Eine kleine, zierliche Frau. Barfuß, die Haare kurzgeschoren. Mit der E-Gitarre vor dem schmalen Körper, eine kleine Band hinter sich. Und sie rockt. Rockt so, wie man es beim Africa Festival selten gehört hat. Poetisch und hart, zart und ...