SCHWEINFURT

Bildhafte „Hexenjagd“ in Zeiten bedrohter Demokratie

Arthur Millers Drama ist eine Parabel auf die 19050er-Jahre. Das Euro-Studio Landgraf zeigt in Schweinfurt aber, dass es auch viele aktuelle Bezüge zur Gegenwart gibt.
In Arthur Millers Drama „Hexenjagd“ greifen Hysterie, Gemeinheit und Eigennutz ineinander. Von links: Carsten Klemm, Alexander Kuchinka, Ralf Grobel, Iris Boss, Christian Meyer, Wolfgang Seidenberg. Foto: Foto: Dietrich Dettmann
Arthur Miller hat das Drama „Hexenjagd“ aus Protest gegen die Verfolgung von vermeintlichen Kommunisten und „subversiven Elementen“ in der McCarthy-Ära geschrieben, in den USA der frühen 1950er-Jahre. Wenn das Tourneetheater Euro-Studio Landgraf Millers wohl meistgespieltes Stück heute auf die Bühne bringt, dann hat das mit Trump, Erdogan, Orbán oder Kaczyñski zu tun, mit einer Zeit, in der Demokratie und Freiheit höchst bedroht sind. Hinweise darauf ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programmheft. Mit „Hexenjagd“ greift Müller ein reales Ereignis aus dem späten ...
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