GEISELWIND

Bösewichte und finnische Trolle: Metal-Festival Out and Loud

5500 Metal-Fans trotzten beim Geiselwinder Out-and-Loud-Festival der Hitze. Dass das EM-Finale ohne Deutschland stattfand, war den Bands auf der Bühne nur recht.
Bösewichte und finnische Trolle: Metal-Festival Out and Loud
Gibt gern den Bösen: Nergal, Sänger und Gitarrist der polnischen Death-Metal-Band Behemoth. Foto: Michael Bauer

Dass sich Holländer freuen, wenn ein Fußball-Finale ohne Deutschland steigt, ist sicher nicht nur Vorurteil. Die Holländerin Sharon den Adel tut's mit gutem Grund: Sie steht auf der Bühne, als Sängerin von Within Temptation – und ums Eck läuft das EM-Endspiel auf der Leinwand.

Ohne Jogis Mannen. Andernfalls hätte der Sonntags-Headliner des Geiselwinder Metal-Festivals Out and Loud wohl vor einer Handvoll Fußball-Verweigerer gespielt.

 

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Out & Loud in Geiselwind

Nur wenige interessieren sich aber für Portugals Triumph, und so können die Holländer einen ebensolchen verbuchen: Die Symphonic-Rocker um die charismatische Frontfrau räumen mit Hits wie „Faster“ grandios ab. 5500 Fans sind aus dem Häuschen. Sie sind's in dieser Zahl am Sonntag nicht immer.

 

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Out and Loud Teil 1

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Die brütende Hitze vertreibt viele Besucher öfter mal an den Waldrand, hinten am Camping-Platz: lieber Schatten als düsterer Heavy Metal. Die Hartgesottenen freilich feiern am finalen Sonntag die polnischen Death-Metal-Bösewichter Behemoth genauso ab wie die etwas unterkühlteren Powermetaller Sonata Arctica oder die drolligen Finnen von Finntroll, deren Musiker sich putzige Troll-Öhrchen angepappt haben.

 

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Out an Loud Teil 2

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Drei Tage geht's im Wechsel zwischen der Halle und der größeren Open-Air-Bühne hin und her. Das Out and Loud ist das Festival der kurzen Wege. Alles ist kompakt beieinander, Musikpausen hat's keine. Und das Programm ist auch bei der vierten Auflage abwechslungsreich.

Powerwolf, Delain, Gloryhammer oder Rage bedienen die Melodie-Fraktion; Kreator, Kataklysm, Hatebreed oder Dark Tranquility die harten Jungs – und Mädels natürlich. Und eine Band zeigt, dass der 80er-Jahre-Poser-Rock auch noch lebt: Kissin' Dynamite stehen auf Lockenpracht und Kajalstift – und sorgen später für die längste Schlange am Autogrammstand. An dem auch eine Gitarrenlegende den Filzstift geduldig zückt: Geoff Thorpe von Vicious Rumors.

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