Würzburg

Das Leben, die Zeit und der Tod

Unter der düsteren Oberfläche alter Stillleben steckt eine verborgene Botschaft. Was passiert, wenn ein moderner Maler sie ans Licht holt?
Intellektuelle Purzelbäume: Cornelis Norbertus Gijsbrechts' Stillleben aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Foto: Martin v. Wagner Museum, Birgit Wörz
Der Schädel glotzt aus leeren Augenhöhlen. Rund um das Symbol des Todes hat der Maler Cornelis Norbertus Gijsbrechts schöne Dinge gruppiert, die aber – weil weltlich – sämtlich vergänglich sind: prächtige Blumen, die welken werden; Noten für ein Musikstück, das immer nur im Moment entsteht und nach dem letzten Ton vergeht; eine umgekippte Sanduhr, die an das Ende der Zeit gemahnt. Deprimierend? Nur auf den ersten Blick. Der flämische Meister, er lebte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, hat in seinem Stillleben lediglich dargestellt, was eigentlich jeder weiß: Alles ist flüchtig, alles ...
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