FRANKFURT

Das Notizbuch von Charles Bukowski

Darauf hätte Charles Bukowski sicher einen kräftigen Schluck genommen: 18 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht der Fischer Verlag eine Sammlung von Erzählungen und Kolumnen – in der Klassiker-Reihe. Damit hat Bukowski (1920-1994) nach seinen Anfängen als Provokateur und dem Aufstieg zum Kultautor posthum den finalen Karriereschritt gemacht. Und das ist allemal einen Drink wert, wie eigentlich fast alles für Bukowski ein Grund zum – pardon – Saufen war. Auch deshalb heißt das Buch mit erstmals auf Deutsch veröffentlichten Texten „Das weingetränkte Notizbuch“.

Seine Geschichten aus der Gosse, seine Derbheit und Schnoddrigkeit, seine Abscheu für das Leben und seine mit Witz gewürzte Verzweiflung treffen noch immer. Der in Andernach am Rhein geborene, in amerikanischen Slums aufgewachsene Bukowski wollte die dunkle Seite der USA beleuchten. Er ließ sich gehen, quälte sich und andere und schuf daraus seine Kunst. Deutlich wird: Der Autor leidet und will im Leid sich und das Leben spüren. Neben Schmerz und Alkohol saugt er Literatur und Musik in sich auf, vermischt all das und vertraut das Ergebnis seinem weingetränkten Notizbuch an.

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