WÜRZBURG

"Die Anstalt": Kabarett auf Goldkrücken

Uthoff (r.), von Wagner
Uthoff (r.), von Wagner Foto: dpa

Die Latte liegt hoch für die beiden Neuen, doch sie sind guten Mutes. „Im Grunde bereiten wir uns schon unser ganzes Leben auf diese Sendung vor. Jede Minute unseres Seins war diesem Moment gewidmet“, witzeln Max Uthoff und Claus von Wagner, die sich eine Herkulesaufgabe vorgenommen haben: Mit der Kabarettsendung „Die Anstalt“ treten die beiden heute, Dienstag, 4. Februar (22.15 Uhr), im ZDF die Nachfolge des Aschaffenburgers Urban Priol und des Würzburgers Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig an, die ihre Sendung „Neues aus der Anstalt“ unlängst nach knapp sieben enorm erfolgreichen Jahren aufgegeben haben.

Durchschnittlich sahen um die drei Millionen Zuschauer zu, wenn Priol mit seiner Steckdosenfrisur und Barwasser/Pelzig mit seinem Cordhütchen über Gott und die Welt lästerten. Die Fußstapfen, in die der 46-jährige Uthoff und sein zehn Jahre jüngerer Kollege Wagner treten, könnten also kaum größer sein – doch die zwei wollen politischen und gesellschaftlichen Missständen mindestens genauso energisch auf den Zahn fühlen wie ihre Vorgänger.

Dem breiten Publikum dürften die beiden gebürtigen Münchner eher kein Begriff sein, Kabarettfans kennen sie aber gut: Max Uthoff war in den vergangenen Jahren mehrmals zu Gast bei seinen Vorgängern Priol und Barwasser in „Neues aus der Anstalt“, Claus von Wagner gehört zum Team der erfolgreichen „heute-show“, mit der das ZDF in der Abteilung Fernsehsatire neue Maßstäbe gesetzt hat. Gemeinsam sind die beiden noch nie auf einer Bühne gestanden, aber die Chemie zwischen ihnen stimme, wie sie unisono versichern. „Wir haben uns erst mal eine gemeinsame Kaffeekanne gekauft“, erzählt Claus von Wagner.

Von ihren Vorgängern haben sie das Münchner Studio mit den entsprechenden Anstalts-Aufbauten inklusive dem berühmten Fahrstuhl übernommen. Das alles soll zwar zunächst beibehalten werden, „es gibt aber keine Irrenanstalt mehr“, wie Max Uthoff betont. „Den Ort gibt es weiter, aber wir sind keine Ärzte mehr.“ Im Unterschied zu ihren Vorgängern Priol und Barwasser wollen die Neuen auch mal ein wichtiges Thema stärker vertiefen und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Dabei sollen auch die Kabarettgäste – in der ersten Ausgabe sind das unter anderem Simone Solga und Matthias Egersdörfer – stärker miteinbezogen werden.

Angst haben die beiden nicht vor der Herausforderung, sie freuen sich auf die neue Aufgabe. „Dieses Format ist betreutes Kabarett, aber auf goldenen Krücken“, witzelt Max Uthoff.

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