WÜRZBURG:

Die „Kristallnaach“ ist aktuell wie eh und je

Wolfgang Niedecken und die kölschen Mundart-Rocker BAP heben zusammen mit 800 Fans in der Posthalle immer noch leidenschaftlich den Zeigefinger.
Zwei Männer, ein Blick: BAP-Sänger Wolfgang Niedecken (rechts) und Gitarrist Ulrich Rode. Foto: Foto: Fabian Gebert
„Irgendwann ist auch so ein BAP-Konzert vorbei.“ Ja, nach drei Stunden und 15 Minuten. Wolfgang Niedecken kennt seinen Zeitplan. Kein Wunder, nach vier Jahrzehnten Kölschem Mundart-Rock. Der immer noch packt. Auch wenn der Sänger der einzig Verbliebene ist aus einer Zeit, als BAP über die Musik hinaus auch moralischer Zeigefinger waren – in einer deutschen Gesellschaft, die gerade dabei war, den letzten spießbürgerlichen Nachkriegsmuff aus dem Frack zu klopfen. Dass die politische Aufbruchstimmung allerweil ins Stocken gerät, ist Wasser auf Niedeckens Mühlen.
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