WÜRZBURG

Die Rückseite der Dame: Was Bilder über ihre Herkunft verraten

Seit 2014 schaut sich Beatrix Piezonka die Bilder in der Städtischen Sammlung im Kulturspeicher Würzburg sehr genau an – meist von hinten. Sie ist Provenienzforscherin.
Provenienzforscherin Beatrix Piezonka bei der Objektautopsie Foto: Foto: Patty Varasano
Es ist das jüngste Beispiel und dazu erneut ein sehr prominentes. Und es zeigt wieder einmal, wie verschlungen die Wege von Kunstwerken sein können und wie wenig sich Personen, durch deren Hände sie einst gingen, um die Besitzverhältnisse kümmerten. Es geht um das Gemälde „Das bunte Leben“ von Wassily Kandinsky. Es gehört der staatlichen Bayerischen Landesbank und seit 1972 zur Sammlung des Lenbachhauses in München. Für die Nazis war das Werk Kandinskys „entartete“ Kunst. Der ursprüngliche Besitzer hieß Emanuel Lewenstein, ein jüdischer Kunstsammler aus Amsterdam. Seine Kinder erbten ...
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