Schweinfurt

Gershwin-Musical als vergnüglicher Zwei-Stunden-Rausch

Romantik, Melodie und Rhythmus: "Ein Amerikaner in Paris" begeistert im Theater Schweinfurt. Weitere Vorstellungen bis 22. Dezember
Abenteuer unter dem nachtblauen Himmel von Paris: Szenenfoto aus 'Ein Amerikaner in Paris'
Abenteuer unter dem nachtblauen Himmel von Paris: Szenenfoto aus "Ein Amerikaner in Paris" Foto: Sarah Jonek

Das Titelblatt auf dem Programmheft des Musicals "Ein Amerikaner in Paris" zeigt das Originalplakat, mit dem 2014 für die Pariser Uraufführung im Théâtre du Châtelet geworben wurde – ein Liebespaar feiert ein Fest des Lebens unter dem nachtblauen Himmel von Paris. Nach Paris lief das Musical, entstanden in Anlehnung an den gleichnamigen Leslie Caron/Gene Kelly-Film von 1951, mit Riesenerfolg am Broadway.

Video

Nun also in einer deutschen Produktion am Theater der Stadt Schweinfurt. Und die kann wirklich mithalten. Hier ist dem Euro-Studio Landgraf wieder ein großer Wurf gelungen: Getragen von den unvergesslichen Gershwin-Melodien hat Regisseur Christopher Tölle ein faszinierendes Showerlebnis mit brillanten, mitreißenden Choreografien geschaffen, das das Publikum sofort fesselt und nach dem Finale zu stürmischem Applaus hinreißt.

Tölle hat mit sicherer Hand erstklassige Musical-Solisten gefunden, dazu ein 16-köpfiges Tanzensemble und den Videokünstler Robert Pflanz. Der musikalische Leiter Heiko Lippmann hat  eine kleine Band mit Musikern des Klima-Festival-Orchesters Krakau zur Verfügung, die die pulsierende Mixtur aus Jazzigem und Klassischem zum Leuchten bringt.

In 14 Szenen erzählt das Musical den amüsanten Verlauf vieler Beziehungsverhältnisse

Paris, Kriegsende 1945. Die Parfümverkäuferin und aufstrebende Tänzerin Lise (Mariana Hidemi) hat gleich drei glühende Verehrer: den amerikanischen Kriegsveteran und ambitionierten Maler Jerry (Tobias Joch), den ebenfalls nach Paris verschlagenen amerikanischen Komponisten Adam (Robert D. Marx) sowie Henri (Nico Schweers), der seine Berufung zum Chansonnier vor seiner Mutter (Michaela Hanser) geheimhalten muss. Die liebeshungrige Kunstmäzenin Milo (Kira Primke) will von Jerry mehr als nur ein Bühnenbild für das neue Ballett von Mister Z (Lukas Schwedeck).

Mitreißende Choreografien: Szenenfoto aus 'Ein Amerikaner in Paris'
Mitreißende Choreografien: Szenenfoto aus "Ein Amerikaner in Paris" Foto: Sarah Jonek

In 14 Szenen erzählt das Musical den amüsanten Verlauf all dieser Beziehungsverhältnisse. Und die dazu passenden Video-Projektionen nehmen die Zuschauer dabei mit: nach Sacré-Coeur, Notre-Dame, ans Seine-Ufer, in den Ballsaal des Ritz, ins Moulin Rouge, unter die Jugendstil-Kuppel der Galeries Lafayette. Auch hinter die Kulissen des Theaters darf man schauen: Bei den Auditions der Tänzerinnen, bei den Proben, in der Garderobe, beim Lampenfieber vor der Premiere. Zusammengefasst: Es ist ein vergnüglicher Zwei-Stunden-Rausch.

Zwischen den opulenten Tanzszenen mit Ausschnitten aus Gershwins "Concerto in F", "Cuban Ouverture" und "Ein Amerikaner in Paris" erklingen seine bekannten Songs, Edelsteine im Great American Songbook: "I Got Rhythm", "The Man I Love", "’S Wonderful", "Shall We Dance", "But Not For Me"  und "Stairways To Paradise". Im Paradies fühlen sich bestimmt Jerry und Lise, als sie sich am Schluss nach vielen Umwegen in die Arme fallen – unter dem nachtblauen Himmel von Paris.

Weitere Vorstellungen: Theater Schweinfurt, Musical "Ein Amerikaner in Paris", täglich 19. bis 22. Dezember, 19.30 Uhr. Karten: Tel. (09721 ) 51 49 55  

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