GIEBELSTADT

Kalle Blomquist auf der Spur von Sherlock Holmes

Dem Täter auf der Spur? Anders (Thomas Mangold), Kalle (Alexander Sichel) und Eva-Lotta (Barbara Bühl). Foto: Martin Hanns

Ach, wie sehr träumt der 13-jährige Kalle Blomquist davon, richtige Verbrecher in den Metropolen der Welt zu jagen. In Chicago oder London würde er gerne wohnen, um Tag und Nacht Gangster und andere finster Gestalten zu jagen. Stattdessen lebt er in der schwedischen Kleinstadt Kleinköping, wo rein gar nichts passiert! Oder doch? Bei den Kinderfestspielen in Giebelstadt (Lkr. Würzburg) passiert bei „Kalle Blomquist lebt gefährlich“ unter der Regie von Hannes Hirth sogar ein Mord. Wie gut, dass Kalle Blomquist (souverän gespielt von Alexander Sichel) seine Fähigkeiten als Meisterdetektiv einmal mehr unter Beweis stellen kann.

Bandenkrieg: Weiße Rosen gegen Rote Rosen

Doch von Anfang an: Um sich die Sommerferien zu vertreiben, spielen Kalle und seine Freunde „Krieg der Rosen“; das ist ein gespielter Krieg der beiden Banden, der „Weißen Rose“ und der „Roten Rose“. Ein immer wiederkehrendes Motiv dieses Krieges ist es, dem jeweiligen Besitzer den Großmummrich, einen glitzernden Stein, abzujagen. Dabei ergeben sich vor der Kulisse der historischen Naturbühne Verfolgungsjagden, Prügeleien oder die Gefangennahme von Gegnern („Ihr widerlichen Läusepudel!“) und Schmähbriefe.

Als Kalles Freundin Eva-Lotta (natürlich und überzeugend gespielt von Barbara Bühl) wieder dabei ist, den Großmummrich zu verstecken, sieht sie den alten Gren (Hannes Hirth), einen stadtbekannten Geldverleiher, tot zusammenbrechen. Doch war nicht zuvor ein verdächtig aussehender Mann im braunen Anzug (Heiko Schnierer) an dem Mädchen vorbeigehuscht? War das Grens Mörder?

Die Geheimsprache ist ihre Waffe

„Das ist kein Fantasiemord“, ruft Eva-Lotta, „sondern grässliche Wirklichkeit“. Kalle, ein schmächtiger Junge mit Ringelpulli und Hochwasserhosen, wittert seine Chance. Zusammen mit Anders (souverän gespielt von Thomas Mangold) und Eva-Lotta können die Kinder ihr kriminalistisches Talent unter Beweis stellen. Wie es dem Trio gelingt, den Mörder zu schnappen, wird noch nicht verraten. Nur soviel: Die Geheimsprache, die die drei perfekt beherrschen, spielt dabei eine entscheidende Rolle.

1951 hat Astrid Lindgren ihre ersten beiden Bücher über den Detektiv Kalle Blomquist geschrieben – und sie schuf mit ihrem kleinen Helden einen würdigen Kollegen von Sherlock Holmes, Philip Marlow oder Nick Knatterton. Bei den Kinderfestspielen in Giebelstadt ermitteln Kalle Blomquist und seine Freunde sehr unterhaltsam in eineinhalb Stunden – mit einer kleinen Chips- und Süßigkeitenpause.

Kalle Blomquist (ab sechs Jahren) läuft noch am Mi, 22. Juni, 10 Uhr, Do, 23. Juni, 10 Uhr, Fr, 24. Juni, 10 Uhr, Sa, 25. Juni, 16 Uhr, So, 26. Juni, 11 Uhr, Mo, 27. Juni, 10:00 Uhr und Di, 28. Juni, 10 Uhr.

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