ANSBACH

Kaspar Hauser: Neues vom ewig Geheimnisvollen

Wo Fakten fehlen, wuchern Verschwörungstheorien. So wurde der berühmte Findling zur Projektionsfläche für alle möglichen Weltanschauungen. Er spiegelt auch Misstrauen gegen Mächtige.
_
Es steht 59 zu 13. Demnach glauben aktuell 59 Besucher des Markgrafen-Museums, dass Kaspar Hauser ein badischer Erbprinz war. Nur 13 halten den Geheimnisvollen für einen Betrüger. „Wer war Kaspar Hauser?“, fragt das Museum im mittelfränkischen Ansbach, das dem Findling eine ganze Abteilung widmet, und fordert auf: „Stimmen Sie ab!“ Was viele dann mit einem dicken schwarzen Strich in der entsprechenden Rubrik auf einer großen Wandtafel tun. Es ist nur eine Momentaufnahme. Vorigen Sommer war das Ergebnis zu Hausers Ungunsten ausgefallen. Da hatte ihn die Mehrheit für einen Schwindler ...
Jetzt weiterlesen
  • Unbegrenzter Zugriff auf mainpost.de
  • Unterfrankens größtes Nachrichtenportal
  • Keine Verpflichtung, monatlich kündbar
30 Tage kostenlos testen
Login für Abonnenten
Weitere Informationen