Kino 2: Johnny Depp als Gangster mit FBI-Kontakt

Kinostart - 'Black Mass'       -  Genau hinschauen, bitte: Der Herr rechts ist tatsächlich Johnny Depp (in einer Szene mit Dakota Johnson in „Black Mass“).
Genau hinschauen, bitte: Der Herr rechts ist tatsächlich Johnny Depp (in einer Szene mit Dakota Johnson in „Black Mass“). Foto: Warner Bros., dpa
Black Mass:

Johnny Depp in Hochform – als Gangster James „Whitey“ Bulger dominiert der Superstar den düsteren Thriller „Black Mass“ von Erfolgsregisseur Scott Cooper („Crazy Heart“). Der auf einem Tatsachenroman basierende Film führt in das Boston der 1970er Jahre. Bulger hilft dem FBI im Kampf gegen die Mafia. Doch er handelt nicht aus Edelmut. Er will durch den Erwerb von Insider-Infos die eigene Macht festigen. Ganz klar: Die unheilige Allianz von Gesetzeshütern und Gangster muss in eine Katastrophe führen. Johnny Depp überrascht mit einer Maske, die ihn fast bis zur Unkenntlichkeit verändert – und mit einer differenzierten Charakterstudie: • • • • • ο

Cinemaxx Würzburg, Cineworld im Mainfrankenpark, Filmwelt Schweinfurt (FSK ab 16)

American Ultra:

Jesse Eisenberg und Kristen Stewart setzen weiter auf schräge Rollen. Nach ihrem Auftritt als Liebespaar in „Adventureland“ spielen sie in „American Ultra“ ein Kiffer-Pärchen. Unter den Rausch mischt sich schnell blutige Action. Der CIA ist den beiden auf den Fersen. Stoner Mike (Eisenberg) entwickelt ungeahnte Kräfte, um seine Feinde auszuschalten. Der britische Regisseur Nima Nourizadeh („Project X“) reichert die Actionkomödie mit witzigen Nebenrollen an. John Leguizamo ist ein paranoider Drogendealer, Topher Grace ein durchtriebener Agent: • • • • ο ο

Cineworld im Mainfrankenpark, Filmwelt Schweinfurt (FSK ab 16)

Picknick mit Bären:

Der amerikanische Reiseschriftsteller Bill Bryson hat es vorgemacht. Er wagte sich auf den über 3300 Kilometer langen Appalachian Trail im Osten der USA, seine Wandererlebnisse hielt er in dem Buch „Picknick mit Bären“ fest. Robert Redford und Nick Nolte machen es ihm in der gleichnamigen Kumpel-Komödie nach. Die entfremdeten Jugendfreunde sind ein wunderbar ungleiches Gespann. Komödienregisseur Ken Kwapis hat den Wildnis-Treck mit Sinn für Situationskomik und augenzwinkernde Ironie verfilmt. Emma Thompson und Kristen Schaal kommen in Nebenrollen vor: • • • • ο ο

Cineworld Mainfrankenpark (FSK ab 0)

Crimson Peak:

Eine Schauergeschichte in altem Stil – Benicio del Toro gelingt es, den Eindruck zu erwecken, als stamme die Vorlage zu seinem Film aus dem späten 19. Jahrhundert. Edith (Mia Wasikowska) lebt mit ihrem Vater in Buffalo. Eines Tages taucht dort der schottische Adelige Thomas Sharpe (Tom Hiddelston) auf. Knapp bei Kasse, hat er es auf die Hand der Fabrikantentochter abgesehen. Ihr Vater hegt zwar großes und (wie das Publikum früh weiß) begründetes Misstrauen, doch nach dessen gewaltsamem Tod nutzt Thomas die Gunst der Stunde und heiratet Edith. Beide ziehen in den Stammsitz der Familie, ein heruntergekommenes Schloss in den Highlands, wo das Paar mit Thomas' unnahbarer Schwester Lucille (Jessica Chastain) leben soll – ein Alptraum: Das Schloss ist unübersichtlich, verwunschen, voller Geheimnisse und verschlossener Kammern und entfaltet ein düsteres Eigenleben: Es atmet und blutet, nachts tauchen Geister seiner Vergangenheit auf und scheinen Edith zu warnen. In kräftige, barocke Bilder taucht del Toro die Story. Alles ist satt, überladen, es krabbelt auf den Wänden, es knarzt in ihnen, es tropft und kleckert von den Decken: • • • • ο ο

Cineworld im Mainfrankenpark, Filmwelt Schweinfurt, Starlight Bad Neustadt, Roxy Wertheim (FSK ab 16)

Knight of Cups:

Er meidet den roten Teppich, gibt kaum Interviews. US-Regisseur Terrence Malick („The Tree of Life“, „Der schmale Grat“) lässt lieber seine Filme für sich sprechen. Sein neues Werk hat eine eindeutige Botschaft. Das philosophisch-poetische Drama handelt davon, wie der Mensch in seinem Leben den rechten Weg findet. Knapp zwei Stunden lang berichtet Malick in einer gewaltigen Bilderflut von der Suche des erfolgreichen Hollywood-Drehbuchautors Rick (Christian Bale) nach dem Sinn des Lebens. Malick verzichtet dabei weitgehend auf eine klassische Filmerzählung, lässt seine Hauptfigur durch Los Angeles ziehen – samt langer Monologe und Dialogfetzen. Getrieben wird der Filmheld auch von den Beats, mit denen der Regisseur das Leben in der pulsierenden Metropole unterlegt hat. Zum Staraufgebot gehören auch Natalie Portman und Cate Blanchett: • • • • ο ο

Cineworld Mainfrankenpark (FSK ab 6)

Kleine Ziege, sturer Bock:

Enddreißiger Lukas steht kurz davor, wieder bei seinen Eltern einziehen zu müssen. Die Einkünfte aus seinen Jobs als Elvis-Imitator gehen gegen null. Ausgerechnet, als er mit dem Transport eines Schafsbocks nach Norwegen etwas Geld verdienen kann, meldet sich eine Zwölfjährige bei ihm und behauptet, seine Tochter zu sein. Der gemeinsame Trip samt stinkendem Felltier gen Norden birgt Probleme und Vorbehalte vor allem aufseiten des Mädchens, doch am Ende siegt die Urverbundenheit einer Vater-Tochter-Beziehung. Mit Schauspielstar Wotan Wilke Möhring und Schauspielneuling Sofia Bolotina ist Grimme-Preisträger Johannes Fabrick ein eher durchschnittliches Roadmovie und Plädoyer für familiäre Liebe auch ohne Trauschein gelungen: • • • ο ο ο

Filmwelt Schweinfurt (FSK ab 0)

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