SPONGEBOB SCHWAMMKOPF 3D:

Kino: SpongeBob sucht das Krabbenburger-Rezept

Knallbunt: SpongeBob (Zweiter von links) und ein paar andere Wesen aus seiner quietschig-schrillen Welt.
Knallbunt: SpongeBob (Zweiter von links) und ein paar andere Wesen aus seiner quietschig-schrillen Welt. Foto: Paramount

Er ist ein Schwamm, quietschgelb und viereckig, und er brät den lieben langen Tag Krabbenburger – unter Wasser, in einem Fast-Food-Laden auf dem Meeresboden. Sein bester Freund: der einfältige Seestern Patrick. Sein Boss: die geldgierige Krabbe Mr. Krabs. Hört sich schräg an? Ist es auch. Und zwar so schräg, dass die TV-Serie „SpongeBob Schwammkopf“ mittlerweile im 16. Jahr begeistert.

Ein Ende ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Nun schwappt der animierte Wahnsinn erneut ins Kino. Diesmal in 3D. Und mit echten Menschen, zumindest mit Antonio Banderas als Burger-Pirat. Für den gutmütigen Schwamm steht nicht weniger auf dem Spiel als die Rettung der Welt. Na ja, seiner Welt. Um genau zu sein: die Rettung von Bikini Bottom, der Unterwasserstadt auf dem Grund des Pazifiks, die SpongeBob, Patrick und die anderen ihre Heimat nennen.

Dort herrschen Chaos und Anarchie. Warum? Das Geheimrezept der von allen geliebten Krabbenburger ist verschwunden, es gibt keine Hackfrikadellen mehr. Das Gemeinwesen droht zu zerbrechen. Selbst Serienbösewicht Plankton ist diesmal unschuldig, fast. Natürlich wollte er das Rezept wieder einmal für sein Pleiterestaurant „Abfalleimer“ klauen, doch plötzlich löste es sich in Luft auf. Es gibt nur eine Lösung: SpongeBob, seine Freunde und der ungeliebte Plankton müssen gemeinsam losziehen, um das Geheimrezept zurückzubekommen. Doch dazu müssen sie gegen den Möchtegern-Seeräuber Burger Beard kämpfen.

Schöne Animationen

Der will mit seinem Piratenschiff-Imbisswagen und dem Spezialrezept eine Burgerdynastie errichten – an Land und fernab von Bikini Bottom. „SpongeBob Schwammkopf 3D“ überzeugt mit schönen 3-D-Animationen. Freche Möwen und hintersinniger Witz am Anfang; SpongeBob, Patrick & Co. als Superhelden-Gummifiguren am Ende. Die Bikini-Bottom-Bewohner werden an Land real. Doch unter Wasser herrscht die bekannte, billig wirkende 2-D-Optik aus dem Fernsehen. Ein Minuspunkt bei verwöhnten Cineasten, ein Pluspunkt bei SpongeBob-Fans.

Ob Fan oder nicht: Spaß macht die völlig überdrehte Story – für den, der sich ein kindliches Gemüt bewahrt hat. Warum lebt da eigentlich ein Eichhörnchen in einer Sauerstoffkuppel auf dem Meeresboden? Ach, egal. Wie sieht es eigentlich im Hirn eines Schwamms aus? Ach, interessant. Und wieso, bitteschön, wacht ein Delfin über den Zusammenhalt des Universums? Ach, Douglas Adams wird es wohl wissen. Knallbunte, quietschig-schrille Momente im Wechsel mit düster-zynischen und absurd-komischen Phasen. Dreijährige können genauso wie 30-Jährige über den Film lachen. Die Fast-Apokalypse in Bikini Bottom wegen der großen Burgerkrise aber ist mehr als ein Zeichentrickspaß. Unterstellt man Regisseur Paul Tibbitt, seit 1999 bei der Serie dabei, Anspruch und Gesellschaftskritik, so hat er hier ein Thema von Brecht'scher Größe aufgerissen – erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral: • • • • ο ο

Cinemaxx Würzburg, Cineworld im Mainfrankenpark, Filmwelt und Weltbio Schweinfurt, Stadtsaal Lichtspiele Bad Königshofen, Movie Marktheidenfeld, Universum Bad Kissingen, Starlight Bad Neustadt, Roxy Wertheim (FSK ab 0)

Weitere Artikel

Schlagworte

  • dpa
  • Antonio Banderas
  • Bikinis
  • Cinemaxx
  • Douglas Noël Adams
  • Fastfood
  • Meeresboden
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!