Würzburg

Kleists Kriegsdrama als Spielwiese der modernen Gesellschaft

Wahrhaftiges Traumgespinst: Kleists "Prinz von Homburg" am Mainfranken Theater verhandelt nicht nur die Frage der Macht, sondern die nach unser aller Zusammenleben.
Happy End mit Lorbeerkranz. Homburg und Natalie (Martin Liema und Johanna Meinhard, vorne) und (hinten von links) Golz (Alexander Darkow), Feldmarschall Dörfling (Stefan Lorch), Kurfürstin und Kurfürst (Bettina Hauenschild, Thomas Klenk), ... Foto: THOMAS OBERMEIER
Eigentlich kein gutes Zeichen, wie aktuell dieses Stück heute ist. Andererseits: Der Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Recht und Gerechtigkeit, zwischen öffentlicher Ordnung und persönlicher Freiheit wird wohl immer ein Menschheitsproblem bleiben, und in einer Zeit, in der sich 40 Prozent der Deutschen eine Diktatur vorstellen können (Studie der Universität Leipzig), stellt sich die Frage nach der Legitimität von Macht dringlicher denn je. Insofern wirkt Heinrich von Kleists letztes Drama "Prinz Friedrich von Homburg", das am Samstag in der Regie von Intendant Markus ...
Jetzt weiterlesen
  • Unbegrenzter Zugriff auf mainpost.de
  • Unterfrankens größtes Nachrichtenportal
  • Keine Verpflichtung, monatlich kündbar
30 Tage kostenlos testen
Login für Abonnenten
Weitere Informationen