NÜRNBERG

Möbel: Design contra Bürger-Idyll

Sie waren bezahlbar und sie sahen toll aus. Trotzdem fanden die Möbel des „Nürnberger Zimmers“ kaum Käufer. Weil Designerstücke nicht zum Massengeschmack passen?
Das „Nürnberger Zimmer“ Foto: Foto: Studio Dirk Messberger
Viel Platz ist nicht für die sechsköpfige Familie. Die „Gute Stube“ hat nur 17 Quadratmeter. Robert Willfroth möbliert sie mit Sofa, Truhe und Vertiko, mit Tisch, drei Stühlen, Blumenständer, Spiegel und Schrank. Und dann hat der Dresdner Familienvater auf dem Plan seiner Wunsch-Wohnung auch ein Klavier und einen Notenständer eingezeichnet . . . Der Plan entstand 1906 bei einer Befragung nach der bürgernahen Gestaltung von Häusern. Willfroths Zeichnung erzählt vom Leben und Denken einer bürgerlichen Familie jener Zeit: Hausmusik gehörte dazu. Der Plan verrät auch: Die Gute Stube war zum ...
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