WÜRZBURG

„Nabucco“-Premiere: Vom Wahn der Mächtigen

Obwohl Pamela Recinella in ihrer Inszenierung der Verdi-Oper für das Mainfranken Theater ohne tagespolitische Anspielungen auskommt, ist die Geschichte beklemmend aktuell.
Bryan Boyce ist mit dunkel funkelndem Bassbariton ein faszinierend zerrissener Nabucco. Foto: Foto: Thomas Obermeier
Es fällt dieser Tage schwer, die Geschichte eines Herrschers, dessen „rasender Hochmut die ganze Welt entzweit“, nicht auf den amerikanischen Präsidenten zu beziehen. Insofern wäre es schön, wenn „Nabucco“ als Parabel auch bis zum Schluss zuträfe, schließlich kommt besagter Herrscher in Verdis früher Oper rechtzeitig wieder zur Besinnung und schickt sich an, die Wunden zu heilen, die er geschlagen hat. Dirigentin Marie Jacquot im Porträt Pamela Recinellas hoch spannende „Nabucco“-Inszenierung für das Mainfranken Theater, die am Samstag Premiere feierte, kommt freilich ...
Jetzt weiterlesen
  • Unbegrenzter Zugriff auf mainpost.de
  • Unterfrankens größtes Nachrichtenportal
  • Keine Verpflichtung, monatlich kündbar
30 Tage kostenlos testen
Login für Abonnenten
Weitere Informationen