Neu im Kino: In trügerischer Idylle tobt ein Drogenkrieg

Düsterer Thriller: Blake Lively und Benicio del Toro in dem Drogendrama „Savages“. Foto: Universal, Sony/dpa
Savages

: Oscarpreisträger Oliver Stone hat Don Winslows Krimi über den bis in die USA reichenden mexikanischen Drogenkrieg verfilmt. Der düstere Thriller ist mit Salma Hayek und Blake Lively, John Travolta und Benicio del Toro topbesetzt. Die Geschichte handelt von zwei kalifornischen Drogendealern, die sich mit einem mexikanischen Kartell anlegen. Stone zeichnet sein Film-Kalifornien poppig-bunt wie aus einem Surfermagazin, es ist eine trügerische Idylle. Antworten, wie das Blutvergießen enden könnte, gibt es nicht. Die „Savages“, die „Wilden“, wohnen auf beiden Seiten der Grenze. Stone gelang ein beeindruckender Streifen, die Stars zeigen große Spiellaune: • • • • • ο

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96 Hours – Taken 2

: Liam Neeson dreht seit Jahren einen Actionfilm nach dem anderen. Jetzt ist er erneut in der Rolle des durchtrainierten Ex-CIA-Agenten Bryan Mills zu sehen – und rettet mit seiner Präsenz zumindest stellenweise die simple Geschichte. Alles dreht sich um Rache. Vor vier Jahren kam der erste „96 Hours“-Film in die Kinos, in dem Mills seine Tochter Kim aus den Händen albanischer Mädchenhändler befreite. Nun schickt der Vater eines der damals Getöteten ein Kommando brutaler Typen los, die Mills und seine Familie töten sollen. Mills und seine Frau werden in Istanbul entführt, Tochter Kim entkommt und macht sich auf die Suche nach ihren Eltern. Wieder ziemlich viel Geballer: • • • • ο ο

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Mann tut was Mann kann

: Paul (Wotan Wilke Möhring) hat sich in seinem Singledasein bestens eingerichtet. Erfolgreich, gut aussehend, beliebt, sucht er gar keine feste Beziehung. Das ändert sich schlagartig, als er Tierärztin Iris (Jasmin Gerat) kennenlernt, die allerdings kurz vor ihrer Hochzeit steht. Also muss Paul handeln. Zugleich geraten alle seine sehr unterschiedlichen Freunde (darunter Jan Josef Liefers) in Liebesnöte und ziehen einer nach dem anderen bei Paul ein. In der neuen Schicksals-WG sparen die Männer nicht an Lebensweisheiten und verhelfen doch jedem Einzelnen zu seinem Glück. Auch wenn zahlreiche Klischees erfüllt werden – es ist eine unterhaltsame Romantikkomödie von Marc Rothemund nach der Romanvorlage von Hans Rath: • • • • ο ο

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Die Wand:

Eine namenlose Frau ist über Nacht in einem Waldgebiet in Oberösterreich von einer gläsernen Wand umschlossen. Fortan lebt sie von jeglicher Zivilisation und menschlicher Interaktion getrennt, lässt sich auf die Natur ein, bewältigt ein Leben voller Mühen und Entsagungen. Nach mehr als zwei Jahren beginnt sie ihre Geschichte aufzuschreiben, sich ihren Gedanken zu stellen, um nicht den Verstand zu verlieren. Diese Geschichte erzählt Regisseur Julian Roman Pölsler in Rückblenden und mit eindringlichen Landschaftsaufnahmen. Damit wagt er sich an den lange als unverfilmbar geltenden Roman von Marlen Haushofer heran. Er vertraut vor allem dem Text der Autorin, dem er mit Martina Gedeck eine großartige Stimme und Gestalt gibt. Gedeck spielt grandios, dennoch ist der Film anstrengend: • • • • ο ο

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Sparkle:

Die drei Schwestern Sparkle, Sister und Dolores leiden unter ihrer strengen Mutter (Whitney Houston) und ihrem langweiligen Alltagsleben im Detroit der 60er Jahre. Als Sängerinnen-Trio „Sister and her Sisters“ ziehen sie heimlich durch die Musikklubs der Heimatstadt des legendären Motown-Musiklabels, bis der Drogen-Absturz von Sister die Karriere der Schwestern ins Straucheln bringt. Das solide Musikdrama hätte das Comeback seiner Produzentin und Hauptdarstellerin – der im Februar im Alter von 48 Jahren gestorbenen Popdiva Houston – werden sollen. Es ist ihr letzter Auftritt, dennoch ist der Film kein großer Hit: • • • ο ο ο

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Die Stooges:

In einem von Nonnen geleiteten Waisenhaus sind die drei Brüder Moe, Curly und Larry aufgewachsen. Längst ist das chaotische Trio aus dem Kindesalter heraus, aber auch als Erwachsene haben sie vor allem Unsinn im Kopf. Als ihr Heim vor dem finanziellen Aus steht, machen sich die drei daran, Geld zu besorgen. Sogar vor einem Auftragsmord schrecken sie nicht zurück. Dem Trio bleiben 30 Tage, um die 830 000 Dollar fürs Waisenhaus aufzutreiben. Wenn da nur nicht all die Fettnäpfchen wären! „The Three Stooges“ werden seit den 30ern in den USA kultisch verehrt. Die Regiebrüder Peter und Bobby Farrelly haben die Chaoten nun für die große Leinwand reaktiviert. Teilweise ziemlich peinlich: • • ο ο ο ο

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Jordin Sparks (links) und Whitney Houston in „Sparkle“.

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