Nürnberg

Oper im Dienst der Nazis

Totalitäre Strukturen sind nicht immer ohne Weiteres durchschaubar. Das macht sie gefährlich. Und ob die Gefahr jemals gebannt sein wird, ist fraglich.
Hinter den Kulissen: Der Besucher der Ausstellung „Hitler. Macht. Oper.“ im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg geht durch ein Intendantenbüro von hinten auf die Bühne. Foto: Foto: Ralph Heringlehner
Aus dem Volksempfänger scheppert Marschmusik, schwere Stiefel treten im Takt – es ist der Soundtrack der Diktatur, der durch die Ausstellung hallt. Auf die Wände sind, wie mit Kreide, Parolen geschrieben: „Deutsch und echt“ oder „Ehrt eure deutschen Meister“ – es ist der Look der Diktatur. Einer vergangenen Diktatur: Es geht es um den Nationalsozialismus. Doch ein bisschen Fantasie reicht aus, um zu spüren, dass totalitäre Staaten im Prinzip noch heute so funktionieren: mit Parolen, die über viele Kanäle das ins Bewusstsein hämmern, was die Machthaber stützt. Die mentale ...
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