SAARBRÜCKEN

Ophüls-Preis nach Österreich

Der österreichische Film „Der Glanz des Tages“ um Alltag und Bühnenträume eines Schauspielers ist Sieger des 34. Max-Ophüls-Festivals in Saarbrücken. Das Regie-Paar Tizza Covi und Rainer Frimmel erhielt für seine eineinhalbstündige Pseudo-Dokumentation, die bereits 2012 auf dem Filmfestival in Locarno lief, am Samstagabend den mit 36 000 Euro dotierten Ophüls-Preis für den besten deutschsprachigen Nachwuchsfilm.

Die von der „Tatort“-Schauspielerin Ina Weisse angeführte fünfköpfige Jury lobte den Siegerfilm insbesondere wegen der „gewichtigen gesellschaftlichen Fragen, die er auf poetische wie oft auch tragikomische Weise beleuchtet: Freiheit, Identität, Selbstfindung, Selbstinszenierung“. Der Film, der in Saarbrücken seine deutsche Erstaufführung erlebte und demnächst auch auf der Berlinale gezeigt wird, war bereits in Locarno als Favorit gehandelt worden. Er musste sich damals allerdings mit einem Silbernen Leoparden (Darstellerpreis) begnügen.

Jasna Fritzi Bauer und Max Mauff

Beim Ophüls-Festival gingen die mit jeweils 3000 Euro dotierten Preise für die besten Nachwuchsdarsteller an Jasna Fritzi Bauer für ihre Rolle als pubertierende junge Frau in dem Film „Scherbenpark“ und an Max Mauff für seine Rolle in dem mittellangen Streifen „In der Überzahl“. Mit dem Preis der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wurde der Film „Talea“ der österreichischen Regisseurin Katarina Mückstein um eine Außenseiterin ausgezeichnet.

Bei dem einwöchigen Ophüls-Festival, das als wichtigstes Festival der Nachwuchsfilmer gilt, wurden dieses Jahr 156 Filme gezeigt, von denen 62 in vier Wettbewerbskategorien liefen. Benannt ist das Filmfest nach dem in Saarbrücken geborenen und in Hamburg gestorbenen Regisseur Max Ophüls (1902-1956).

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