WÜRZBURG

Provenienzforschung: Schwierige Spurensuche im Museum

Seit einigen Monaten erforscht das Museum für Franken die Herkunft seiner Werke. Magdalena Bayreuther sichtet den kritischen Bestand der Sammlung. Keine einfache Aufgabe.
Die Leuchterfigur stammt vermutlich ebenfalls aus der Synagoge in Heidingsfeld. Dargestellt ist ein sitzender, bärtiger Jupiter, der in der rechten Hand das Blitzbündel hält. Foto: Foto: Museum für Franken – Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Würzburg, Katja Kraus
Das Problem liegt in den meist allgemein gehaltenen Angaben in alten Berichten. „Ein Sabbatleuchter ist ans Museum gekommen.“ Oder ein Schrank. Mit solch knappen Hinweisen hat es Magdalena Bayreuther ständig zu tun. Eine genauere Beschreibung über die Herkunft gebe es bei Kunsthandwerk meist nicht, sagt sie. Die promovierte Historikerin untersucht seit einigen Monaten im Museum für Franken den Sammlungsbestand nach Raubkunst. Die offizielle Beschreibung ihrer Tätigkeit lautet: „Provenienzrecherche zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut und systematische Provenienzrecherche mit dem ...
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