Würzburg

Ralf Schmitz, Meister der spontanen Blödelei

Riesengaudi bei „Schmitzeljagd“ im Congress Centrum. Das Publikum darf mitmachen, ein Bühnengast aus dem Publikum bringt sogar den Profi-Schnellquassler zum Staunen.
Au Backe: Ralf Schmitz in Würzburger CCW. Foto: Ulises Ruiz

Jetzt ist er bald 46 Jahre alt und noch immer ein echter Kindskopf: Ralf Schmitz, liebenswerter Schnellquassler und Meister der spontanen Blödelei, sorgt mit seinem Programm „Schmitzeljagd“ im Congress Centrum für Spaß ohne Ende. Mit einfallsreichen, gut platzierten Gags hält er den Lachpegel bei den rund 1100 Besuchern permanent hoch: Riesengaudi im Franconia-Saal.

Ralf Schmitz hat Improvisationstheater von der Picke auf gelernt und diese Kunst der Bühnen-Spontaneität gepflegt und auf ein hohes Niveau gebracht. Mit erfrischender Fröhlichkeit ebnet er den Weg zum Publikum, das er mit seiner mitreißenden Schlagfertigkeit für sich und seine Spiele gewinnt.

Schmitz‘ Show ist in ein Rahmenprogramm eingepasst. Die Abläufe sind im Detail nicht immer festgelegt. Die aufgekratzten Fans entscheiden mit, wohin der Spaßkarren läuft. Mit augenzwinkernder Frechheit lockt Schmitz Mitspielerinnen und Mitspieler aus dem Publikum auf die Bühne. An diesem Abend hat er ein glückliches Händchen. Ramona aus Gerbrunn sorgt bei der ulkigen Präsentation von „Fifty Shades of Schmitz“ via Mikrofon für lustige Töne. Gärtnerin Manuela, deren Herz nach eigener Aussage in einem Gemüsebeet in Oerlenbach liegt, bringt mit ihrer ungebremsten Sprechfreude sogar den wahrlich nicht wortfaulen Unterhalter zum Staunen.

Wenn er allein auf der Bühne steht, schaltet er auf Turbo-Schabernack um

Wenn Schmitz alleine zwischen den drei Leinwänden auf der Bühne agiert, schaltet er auf Turbo-Schabernack um, nach dem Motto : „Lieber Hummeln im Arsch als ein Brett vorm Kopf!“ Mit missratenen Handyfotos, um des zusätzlichen Lacherfolgs willen der unbedarften Oma untergeschoben, heizt er die Stimmung gleich zu Beginn der zweieinhalbstündigen Alberei kräftig an.

Kostproben seiner trefflichen Dialektimitationen erlebt Sonja aus dem Publikum hautnah: Liebe auf Wienerisch, Hass auf Kölsch oder friesische Schüchternheit – Schmitz ist authentisch. Das gilt auch für seine Nachrichten-Parodie als Paul Panzer, die Otto W., Mario B., Reiner C. und Bülent C. einschließt. Seine frappierende Wandlungsfähigkeit begeistert  bei den rasanten Rollenwechseln beim „speed dating“. In der Schlussnummer lässt er sich stocksteif über die Bühne bugsieren: Nicht ganz neu im Programm, aber wieder zum Brüllen.

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