SOMMERHAUSEN

Torturmtheater: Tiefschwarzer Blick in den Spiegel

Philipp Löhles Stück „Wir sind keine Barbaren“: Was ist das, was da spannungsgeladen abgeht? Kammerspiel mit Kabarett-Einsprengseln, Krimi oder Gesellschaftssatire?
Noch ist die Welt in Ordnung – schließlich sind wir keine Barbaren. Davon sind Mario (Norbert Ortner), Barbara (Michaela Weingartner), Linda (Katharina Friedl) und Paul (Martin Herse) überzeugt. Foto: Foto: Angelika relin
Linda und Paul sind neben Barbara und Mario eingezogen. Die beiden Paare, Protagonisten in Philipp Löhles Stück „Wir sind keine Barbaren“, bekommen nach 90 prallen Minuten langanhaltenden Applaus von den Premierenbesuchern des Torturmtheaters. Auf der schwarzen Bühne stehen vier Stühle und zwei Stellwände. In dieser kargen Kulisse kann sich Alltagsleben breitmachen. Mittelstand aus dem Bilderbuch, den ein zwischengeschalteter Chor immer dann haarscharf kommentiert, wenn die heile Welt aus den Fugen gerät. Dazu wechselt das Schauspieler-Quartett fix die Rollen, skandiert Sprüche wie „Die ...
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