Würzburg

Weihnachten im Bockshorn: Wo Santa Claus das Boogie-Fieber packt

Ruhig und besinnlich? Muss nicht sein. Weihnachtsstimmung geht auch rockig-soulig, wie Jan Reinelt & Friends mit "Swinging Xmas" im Würzburger Bockshorn beweisen.
Jan Reinelt & Friends brachten mit "Swinging Xmas" weihnachtliche Partystimmung ins Bockshorn in Würzburg. Foto: Patty Varasano

Nach eigener Einschätzung ist es "die bestaussehende Band nördlich des Weißwurstäquators". Darüber mag man augenzwinkernd streiten. Unstrittig ist allerdings, dass Jan Reinelt & Friends eine blendende musikalische Visitenkarte vorzeigen können – erneut bewiesen bei der elften Auflage des Weihnachtskonzerts "Swinging Xmas" im ausverkauften Bockshorn, dem "Weihnachts-Wohnzimmer" der zehnköpfigen Band.

Jan Reinelt lässt Tischtennisbälle im Takt zur Kindertrompete hüpfen

Das Programm ist eine Hommage an die Xmas-Partystimmung, die jenseits des Atlantiks in Amerika die weihnachtliche Zeit begleitet. Ein Hauch von Besinnlichkeit schimmert bei manchen Liedern durch. Ansonsten wird um den Weihnachtsbaum gerockt und selbst Santa Claus erfasst das Boogie-Fieber.

Jan Reinelt bei der elften Auflage des Weihnachtskonzerts "Swinging Xmas". Foto: Patty Varasano

Jan Reinelt, der am Keyboard in die Tasten greift und von dort seine Musiker mit souveräner Ruhe führt, hat die Songs originell, temporeich und mitreißend arrangiert. Zwischen den Liedern erweist er sich als launiger Moderator, der auch mal den Tischtennisball im Takt hüpfen lässt und dazu der Kindertrompete "Kling, Glöckchen, klingelingeling" entlockt.

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Swinging Xmas

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Sein Bläserquartett setzt variable Akzente, drängt sich nicht vor, wird sich aber an der richtigen Stelle seiner Strahlkraft bewusst. Wenn sich Bene Schaut und Frank Brixel mit Trompete und Flügelhorn, Dirk Orend mit dem Saxophon und Jochen Rothermel mit der Posaune richtig ins Zeug legen, dann swingt der Keller unter dem Kulturspeicher. Stefan Seegel an den Drums trägt unüberhörbar sein Scherflein zur rhythmischen Vielfalt bei. Beim Saitenspiel zeigen Michael Schmidt (E-Bass) und Haiko Heinz (E-Gitarre) wiederholt ihre Klasse.

Insgesamt zehn Köpfe zählt die "bestaussehende Band nördlich des Weißwurstäquators". Foto: Silvia Gralla

Eine bemerkenswerte Showeinlage bieten die vier, zu mexikanischen Caballeros mutierten "Los Swingaleros", die gemeinsam an einer Gitarre zupfen, klopfen und dabei "Little Drummer Boy" vorbei marschieren lassen. Die Rap-Einlage von MC Dop Zen verblüfft mit ihrem unfassbaren Tempo.

Englische Weihnachtslieder ausdrucksstark gesungen

Von ihrer besten Seite zeigen sich die beiden Singstimmen, die die ausnahmslos englischen Songs ausdrucksstark und mit klarer Akzentuierung in den Saal tragen. Senta Studer nimmt mit einem fetzigen "Jingle Bell Rock" Fahrt auf und gibt bei "Boogie Woogie Santa Claus" richtig Gas. An ihrer schmissigen Version von "Rockin' around the Christmas Tree" hätte auch Brenda Lee ihre Freude gehabt. Und das Duett "Baby it’s cold outside" mit Christopher Tate ist alles andere als frostig. Der charmante Sänger verabschiedet schließlich das begeisterte Publikum mit einem innig interpretierten "Stille Nacht".

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