Meiningen

Wenn die gequälte Seele zur Jahrmarktsattraktion wird

Ernst Tollers expressionistische Tragödie „Hinkemann“ in den Kammerspielen des Meininger Staatstheaters zeigt, wie der Krieg den Menschen nicht nur körperlich zerstört.
Vivian Frey (vorne) in der Titelrolle, dahinter Yannick Fischer, Björn Boresch und Georg Grohmann (von links). Foto: Marie Liebig
Ernst Toller könnte einem zum Seelenverwandten werden: Die orthodoxen Linken hielten den durch seine Kriegserfahrungen radikal desillusionierten Künstler für einen Verräter, die Rechten denunzierten ihn als Bolschewisten. Auch später steckten ihn Dogmatiker jeglicher Couleur in die jeweils passende Schublade.
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