GIEBELSTADT

Wie die Tiere der Waldes der „Heule Eule“ eine Freude machen

Premiere für „Heule Eule“ bei den Kinderfestspielen Giebelstadt mit (von links): Julia Walter, Alexander Sichel, Ana Dyulgerova, Martin Hanns, Barbara Bühl und Katharina Ries. Foto: Mascha Obermeier

Das Wetter hat ein Herz für Kinder und ihren Theaterspaß: Bei der Premiere des Musicals „Heule Eule“ am Samstag sorgt die Sonne für wohlige Wärme und bringt die quirlig agierenden Schauspieler auf der Freiluftbühne gehörig ins Schwitzen. Der beschwingte Auftakt der Kinderfestspiele 2016 erntet begeistertes Kinderlachen, wiederholt Szenen- und schließlich üppigen Schlussapplaus.

Martin Hanns' Adaption der bekannten Bildergeschichte „Heule Eule“ des Autorenpaares Friester/Goossens fehlt es nicht an lustigen und rührenden Szenen. Hanns hat eingängige Melodien geschaffen, die Kinderohren öffnen und zum Mitsummen animieren. Seine Texte sind kindlichem Verständnis angepasst und erreichen Herz und Gemüt des freudig mitgehenden Publikums. Das stimmige Bühnenkonzept (Markus Boxler/Hannes Hirth) und der funktionale Bühnenbau (Stefanie Knüttel/Katharina Ries) sowie die einfallsreichen Kostüme (Brigitte Obermeier) runden das Bild ab.

Fünf Tierkinder werden im Wald von unheimlichen Geräuschen erschreckt. „Angst ist gar kein Ausdruck, wir haben Schiss!“, raunt der Igel, der als Mutigster von den anderen Hasenfüßen vorgeschoben wird. Barbara Bühl macht stachelbewehrt tippelnd eine gute Figur. Als Freundin passt das zappelige und nussverliebte Eichhörnchen (Julia Walter) bestens zu ihr. Da scheint das Hirschkäferkind aus anderem Holz geschnitzt: Katharina Ries mimt den furchtlosen, aufbrausenden Anführer, der sehr schnell das Fürchten lernt. Mit bedächtiger Schläue bringt das Maulwürfchen (Alexander Sichel) seine Bedenken und Ratschläge vor. Als gewichtiger Rabe stapft Martin Hanns daher, der mit Vehemenz seine Spielsachen preist und verteidigt. Martialisch robust gibt er zwischendurch auch noch den Hirschkäfervater.

Grund der ganzen Aufregung ist, wie sich herausstellt, ein Jungvogel, dem außer einem schaurigen „Huhu“ nichts zu entlocken ist. Ana Dyulgerova verfolgt als Heule Eule das bunte Treiben mit unendlich traurigen Augen, die Mitleid und Hilfe heischen.

Was die ideenreichen Tierkinder alles anstellen, um dem armen Geschöpf Freude zu bereiten, ist ebenso sehenswert wie das liebevolle Knuddel-Finale, wenn die herzliche Eulenmutter (Brigitte Obermeier) alle schützend unter ihren Fittichen versammelt und den Kindern, Eltern und Großeltern zuruft: „Nehmt euch in die Arme!“

Weitere Vorstellungen: 7. bis 10. Juni jeweils 10 Uhr, Sa., 11. Juni, 16 Uhr, So., 12. Juni, 11 Uhr. Karten unter Tel. (0 93 34) 80 84 6 und per E-Mail unter info@kinderfestspiele-giebelstadt.de

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