WÜRZBURG

Würzburg ist bereit für Mark Knopfler

Zum Konzert auf der Festung werden am Samstag 8000 Besucher erwartet. Wege zu den Sonderparkplätzen sind ausgeschildert.

Die Konzerte auf der Würzburger Festung Marienberg mit herrlichem Blick über die Domstadt haben eine lange Tradition: 1981 spielten dort Liedermacher wie Joan Baez und Georges Moustaki, Bryan Adams rockte dort im Jahr 2006, am kommenden Samstag, 17. Juli, ist Mark Knopfler dran, der Chef der legendären Gruppe Dire Straits. Schon drei Wochen später, am Freitag, 6. August, kommt dann Deutschlands Soulstar Xavier Naidoo.

Einer, der von Berufs wegen immer etwas Angst um die historische Substanz der Festungsanlage hat, ist Gerhard Weiler, Chef der Schlösserverwaltung in Würzburg.

Doch über diese beiden Konzerte freut er sich. „Auf die Festung passt nicht jeder Künstler, Knopfler und Naidoo sind genau richtig. Da habe ich nach der Anfrage von ARGO-Chef Peter Pracht gleich ja gesagt.“

Nach Weilers Meinung verträgt Würzburg zwei solche musikalischen Schwergewichte. „Das sind doch ganz unterschiedliche Zielgruppen.“

Das sieht auch der Würzburger Rainer Sülzer so, ein alter Hase im Veranstaltungsgeschäft. Viele Jahre lang betreute er als technischer Leiter bei ARGO-Konzerte den Aufbau, Ablauf und Abbau bei großen Konzerten.

An die Dire Straits kann er sich noch genau erinnern, denn schon viermal sorgte er für einen reibungslosen Ablauf ihrer Veranstaltungen. „Mark Knopfler legt viel Wert auf die Musik, das Drumherum ist ihm egal“, erzählt Sülzer.

Einzig bei seinen Gitarren und deren Behandlung wird der 60-jährige Knopfler zum peniblen Star: „Die sind ihm heilig.“ Wenn der Gitarrist am Samstag mit seiner Band – das sind nicht die Dire Straits – anreist, findet er luftige Zelte im Backstagebereich.

Container würden in der Enge der Neutorwiese zu viel Platz wegnehmen. Sülzer blättert in der Anforderungsliste des Managements: „Das ist ein ganz normaler Garderobenraum, bequeme Möbel und Stühle.“

Schon Anfang der Woche ging es los auf der Festungswiese: Zäune wurden aufgestellt, die Aufbauarbeiten begannen. Rainer Sülzer weiß, wie er die wertvolle Substanz der Festung schonen kann. „Vom Busparkplatz aus fahren Riesentraktoren das Material zur Neutorwiese. Die großen Ballonreifen schonen den Untergrund.“

Die Bühne wird etwa 29 Meter breit und 12,35 Meter tief sein. Rund 8000 Besucher fasst die Neutorwiese, dann wird die Sicht eng – wegen der stark belaubten Bäume. Videoleinwände, sonst Konzert-Standard, kann es wegen der Enge auf der Festung nicht geben. Die Besucher sollten frühzeitig anreisen, rät Veranstalter Peter Pracht.

Einlass ist schon ab 16.30 Uhr. Besucher, die aus Richtung Nürnberg oder Frankfurt kommen, sollen die Autobahn A 3 an der Anschlussstelle Kist verlassen. Die Sonderparkplätze sind an den wichtigen Würzburger Straßen ausgeschildert (siehe Grafik). Von den ausgewiesenen Park-&-Ride-Plätzen im Stadtgebiet fahren Pendelbusse zum Konzertgelände.

Es gibt zwei Eingänge: Eingang Nummer 1 befindet sich direkt am Neutor. Er ist zu Fuß über die Zeller Straße, die Tellsteige und die Schlossgasse erreichbar. Eingang 2 ist direkt am Schönborntor, zu dem Besucher von der Höchberger Straße aus über den Oberen Burgweg gelangen. Alle Fußwege sind ausgeschildert. Es wird an beiden Eingängen, Neutor und Schönborntor, eine Abendkasse geben. Sie ist jeweils ab 16.30 Uhr geöffnet. Es gibt für das Konzert noch Karten.

Die Stadt Würzburg reagiert unbürokratisch auf die erwarteten 8000. Um den Musikfans auch den Besuch des Kiliani-Festes auf der Talavera zu ermöglichen, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, an diesem Samstag die Öffnungszeiten zu verlängern:

Das Festzelt schenkt bis 1 Uhr aus (statt 0.30 Uhr), die Karussells fahren statt bis 1 Uhr ausnahmsweise bis 1.30 Uhr. Die Lautstärke der Fahrbetriebe wird wegen der Anwohner allerdings heruntergefahren.

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