PARIS

Georges Moustaki ist für immer verstummt

Musikpoet: Georges Moustaki schrieb im Lauf seines Lebens über 300 Lieder.
Foto: dpa | Musikpoet: Georges Moustaki schrieb im Lauf seines Lebens über 300 Lieder.

Der Sänger und Komponist Georges Moustaki ist tot. Der griechisch-französische Chansonnier starb am Donnerstag in Nizza. Das bestätigte seine Agentur der Nachrichtenagentur dpa in Paris. Moustaki wurde 79 Jahre alt. Als Meister der sanften Klänge wurde er mit Liedern wie „Le Méteque“, „Ma liberté“ oder „Hiroshima“ international bekannt. Für Edith Piaf, mit der ihn eine kurze Liebesaffäre verband, schrieb er den Text von „Milord“.

Zu seinen mehr als 300 Chansons gehörten auch Kompositionen für Dalida, Yves Montand, George Brassens, Henri Salvador oder Françoise Hardy. Brassens hatte Moustaki ermutigt, es als Chansonnier zu versuchen. Als Hommage an ihn wählte er dessen Vornamen für sein Pseudonym. In seinen Liedern besang Moustaki sein eigenes Leben, die Schönheit mediterraner Landschaften, die Liebe, die Frauen.

Atemprobleme und Leidenschaften

Als Sänger und Komponist blieb er seiner poetischen und stillen Musik aus griechischer Bouzouki, türkischer Flöte, französischen und lateinamerikanischen Gitarrenklängen treu. Dabei ignorierte er Kritiken, die ihm mangelnde Originalität vorwarfen.

Moustaki wurde 1934 im ägyptischen Alexandria als Sohn griechischer Eltern unter dem bürgerlichen Namen Giuseppe Mustacchi geboren. Anfang der 50er Jahre ging er mit ihnen nach Paris und arbeitete dort auch als Straßenmusiker. 1985 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an.

Der Chansonnier frönte stets auch seinen Leidenschaften. „Meine Exzesse haben mich erschöpft“, sagte Moustaki dazu einmal. Aus Gesundheitsgründen musste er 2009 eine Europatournee absagen. Im Jahr 2011 berichtete er von unheilbaren Atemproblemen, die ihm das Singen unmöglich machten.

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