Kaspers Verwandlungen

Tri Tra Trullala: Der heute so beliebte Geselle war einst ein Schläger und Säufer, sogar ein Nazi musste er sein.
Kaspereien: Modell aus den 1960er/1970er Jahren aus elastischem Weichplastik (oben). Unten von links: Nazi-Kasper mit Himmelfahrtsnase (um 1940), Jude (erstes Viertel des 20. Jahrhunderts) und John Bull im Priestergewand (um 1940).
Foto: Malerwinkelhaus , Christine Jeske | Kaspereien: Modell aus den 1960er/1970er Jahren aus elastischem Weichplastik (oben). Unten von links: Nazi-Kasper mit Himmelfahrtsnase (um 1940), Jude (erstes Viertel des 20. Jahrhunderts) und John Bull im Priestergewand (um 1940).

Der Kasper ist schlau, witzig, loyal. Er weiß immer Rat, verscheucht finstere Gestalten. Denn der Kasper ist ein guter Geselle – oder nicht? Simone Michel-von Dungern erzählt eine andere Kasper-Geschichte. Die Chefin des Marktbreiter Museums Malerwinkelhaus präsentiert in der Ausstellung „Tri Tra Trullala . . . oder von der Bedeutung einer ganz unbedeutenden Sache“ rund 120 Figuren – aus Materialien wie Filz, Holz, Labolit oder Plastik. Sie alle veranschaulichen: Der Kasper hat viele Verwandlungen erlebt. Meist war er Mittel zum Zweck: Er war die Attraktion auf Jahrmärkten, mit ihm ...

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