Würzburg

Main-Post-Rezensent Armin Rausche überraschend gestorben

Nicht nur klassikinteressierten Lesern waren über Jahrzehnte seine kundigen, klugen und sprachgewandten Kritiken vertraut. Noch im Juli hatte er aus dem Theater berichtet.
Armin Rausche (1939-2020) war viele Jahrzehnte Klassik-Rezensent der Main-Post.
Armin Rausche (1939-2020) war viele Jahrzehnte Klassik-Rezensent der Main-Post. Foto: Rausche

Die Nachricht kam völlig überraschend: Am 17. August ist Armin Rausche, langjähriger Rezensent der Main-Post, im Alter von 80 Jahren gestorben. Nicht nur klassikinteressierten Lesern waren über Jahrzehnte seine kundigen, klugen und sprachgewandten Kritiken zu Konzerten oder Opernaufführungen vertraut. Noch im Juli hatte er von einer der letzten Vorstellungen im Mainfranken Theater vor der Sanierung des Großen Hauses berichtet.

Armin Rausche, Jahrgang 1939, stammte aus Bayreuth. Seine große Schwester war Platzanweiserin bei den Festspielen – ein "Blaues Mädchen", wie sie damals genannt wurden – und konnte ihn immer wieder in Vorstellungen schmuggeln. "Das begründete auch seine Affinität zu Richard Wagner", sagt Martin Rausche, einer der beiden Söhne.

Armin Rausche war selbst auf vielen Ebenen musikalisch aktiv

Armin Rausche war selbst auf vielen Ebenen musikalisch aktiv. Er war 1965 Gründungsmitglied des Würzburger Bachchors. "Unser Startenor, der immer wieder auch solistische Partien übernahm", sagt ein langjähriger Weggefährte. Rausche wirkte in vielen weiteren Chören mit, etwa im Extrachor des Mainfranken Theaters, und gab außerdem selbst Liederabende mit dem Repertoire etwa von Schumann und Schubert. Bis zuletzt spielte er im Ökumenischen Zentrum Lengfeld die Orgel.

27 Jahre lang, bis Ende 2012, tat Armin Rausche, dessen Frau Wiltrud 2009 starb, als Lektor in den evangelischen Kirchengemeinden Lengfeld und Estenfeld Dienst. Studiert hatte er Mathematik und Physik für das Lehramt an Gymnasien, sein beruflicher Weg führte ihn aber an die Universität Würzburg, wo er bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Jahr 2005 als Akademischer Direktor Statistik für Psychologen lehrte.

Nach der Trauerfeier, coronabedingt in familiärem Kreis, findet die Beisetzung auf dem Friedhof Lengfeld am Freitag, 28. August, um 10.30 Uhr statt.

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