MÜNCHEN

Preis für ein Leben im Dienst der Musik

Der Dirigent Christoph Eschenbach erhält dieses Jahr den Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Eschenbach sei eine künstlerische Ausnahmeerscheinung und ziehe nicht nur vom Dirigentenpult herab Orchester, Solisten und Publikum in seinen Bann, erläuterte die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. Er überzeuge als Dirigent genauso wie als Pianist, heißt es. Eschenbach stellte sein Leben in den Dienst der Musik.

Christoph Eschenbach wurde als Sohn des Breslauer Musikwissenschaftlers Heribert Ringmann am 20. Februar 1940 in Breslau geboren. Die Mutter starb bei der Geburt. Der Vater wurde als Gegner Hitlers von der Universität Breslau geworfen und kam in einem Strafbataillon an der Kriegsfront um. Die Großmutter kümmerte sich um Christoph, aber auch sie starb – an Typhus. Der Junge erkrankte ebenfalls, überlebte nur knapp. Der Schicksalsschläge ließen das Kind verstummen.

Die Adoption durch Wallydore Eschenbach, eine Cousine der leiblichen Mutter, soll Christoph Eschenbach als Rettung empfunden haben. Die Sängerin und Pianistin brachte dem verstummten Kind die Musik nahe.

Die Musik habe seinem Leben den Sinn zurückgegeben, sagt Eschenbach laut einer Mitteilung der Musikstiftung. „Ich bin deshalb dankbar, ganz in ihrem Dienst zu stehen.“

Die Auszeichnung wird für ein Leben im Dienste der Musik verliehen und ist mit 250 000 Euro dotiert. Sie wird Eschenbach am 31. Mai im Herkulessaal der Münchner Residenz überreicht. Frühere Preisträger waren Anne-Sophie Mutter, Mariss Jansons und Claudio Abbado. Foto: dpa

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