Leitartikel Maas kann in Ankara selbstbewusst auftreten

Weil Erdogan sein Land isoliert hat, braucht er Verbündete. Deutschland spielt dabei eine zentrale Rolle.
Alles ist anders. So schnell kann es in der Politik gehen. Wenn Außenminister Heiko Maas ein knappes halbes Jahr nach seiner Vereidigung an diesem Mittwoch zu seinem offiziellen Antrittsbesuch in die Türkei fliegt und sich in Ankara mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, seinem Amtskollegen Mevlut Cavusoglu sowie Parlamentspräsident Binali Yildirim trifft, kommt er in ein Land, das sich in diesen sechs Monaten stark verändert hat. Und damit haben sich auch die Grundbedingungen für das komplexe, schon immer nicht einfache, zuletzt aber äußerst angespannte deutsch-türkische Verhältnis fundamental verändert.