Leitartikel: Missstände in Italien sollten eine Warnung sein

Egal ob Brückeneinsturz oder Staatsverschuldung: Die neue Regierung sucht die Schuld bei anderen.
Seit bald drei Monaten ist in Italien eine neue Regierung im Amt, die vor allem durch schockierende Auftritte besticht. Seit dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua surft sie auf einer Welle der Empörung. Noch bevor die Unglücksursache festgestellt ist, haben die Minister von Fünf-Sterne-Bewegung und Lega die Schuldigen in der Investoren-Familie Benetton ausgemacht, die die Aktienmehrheit an der Autobahn-Betreibergesellschaft hält.