Würzburg

Kommentar: Frauen, lasst eure Männer putzen!

Ob eine Frau eine auskömmliche Rente bekommen wird, hängt auch von ihrem Mann ab. Und davon, wie viel Familienarbeit der Mann leistet.
Wenn sich Männer und Frauen die Familienarbeit teilen, würden im besten Fall beide eine auskömmliche Rente bekommen. 
Foto: Tobias Hase, dpa | Wenn sich Männer und Frauen die Familienarbeit teilen, würden im besten Fall beide eine auskömmliche Rente bekommen. 

Die Aufgabenverteilung in Partnerschaften hat sich seit dem letzten Jahrhundert kaum verändert. Wäsche waschen, Bügeln, Kochen und Putzen sowie die Kindererziehung sind nach wie vor Frauensache. Männer kümmern sich allenfalls um Reparaturen, Rasenmähen und vielleicht noch um die Finanzen. Auch bei der Pflege kranker oder älterer Familienmitglieder helfen Männer kaum.

Gut für die Männer, denn in Sachen Rente ist bei ihnen alles in Ordnung. Nur die Frauen ziehen immer noch den Kürzeren, mit der Haus- und Pflegearbeit, für die es kaum oder keine Rentenpunkte gibt. Nur zehn Prozent der Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren haben ein eigenes Nettoeinkommen über 2000 Euro. 63 Prozent der verheirateten Frauen verdienen unter 1000 Euro, so eine Studie des Bundesfamilienministeriums. 

Klar ist, diese Frauen werden nur eine geringe Rente bekommen. Natürlich ist es doppelt gemein, dass – wie in dem Fall von Evi Englert – bei einer ohnehin schon geringen Rente nichts von den finanziellen Verbesserungen hängen bleibt. Dieses Gesetz sollte schleunigst geändert werden.

Doch nicht der Staat, die Politik oder die Rentenversicherung können dieses gesellschaftliche Ungerechtigkeit ändern. Männer und Frauen müssen sich die Familienarbeit gerechter teilen. Damit im Alter nicht einer auf der Strecke bleibt. 

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