LESERANWALT

Konzeptionelles Nachdenken

Mobile Welt 26.1.2019
Dieses Beton-Auto auf der Zeitungsseite "Mobile Welt" wird Kritikern von Berichten über schnelle und PS-starke Fahrzeuge wohl keinen Kummer bereiten.

Das Beton-Auto (Zeitungsseite „Mobile Welt“ 26.1.19/hier digital "14 Tonnen Opel..") hat vielleicht Leser H.J.F. vorübergehend getröstet. Beschwert er sich doch seit langem, bei Auto-Vorstellungen werde dem PS- und Geschwindigkeitswahn zu sehr gehuldigt. Dabei verwendete Begriffe wie "kleiner Aufreisser" mit "Platz da-Attidüde" oder  (im Sept 18) "familientäugliche Rennsemmeln", "sportliche Rasanz" und "rasanter Kompaktsportler" seien kaum seriös, eher kostenloses Marketing für die Hersteller.

Hier ein ähnlicher kritischer Leserbrief zu diesem Thema (Kopie siehe am Ende): "Unverantwortlich" (2018). Beispielhaft auch Artikelkopie am Ende dieses Beitrages.

Die Redaktion der Main-Post hat schon bisher versucht, dieser verständlichen Kritik, so gut es geht, gerecht zu werden. Nein, nicht etwa nur mit dem auf diesem Platz ungewöhnlichen Beton-Auto und der Opel-Historie. 

Diese Zeitung hat keine eigene Auto-Fachredaktion mehr. Zuweilen bedient sie sich aus der „Augsburger Allgemeinen“ (A.-A.), mit der sie unter dem Dach der Mediengruppe Pressedruck vereint ist. Dazu kommen Beiträge eines freien Fach-Journalisten. Ergebnis sind in der Zeitung nicht nur Vorstellungen umweltfreundlicher Autos gewesen.

Immerhin: Bei Neuwagen-Präsentationen hat man bei der Main-Post schon kürzer getreten. Und gegenwärtig ist die Redaktion daran, über diesen Bereich konzeptionell ganz neu nachzudenken. Deshalb habe ich in dem folgenden Text, der einige Zeit hier abrufbar war, umfangreiche Streichungen vorgenommen. Sie haben Passagen beinhaltet, die nicht mehr aktuell sind... Zu gegebener Zeit will ich darauf zurückkommen.

 

Wider kostenloses Marketing

Der Vorwurf des kostenlosen Marketings wird ohnehin sehr ernst genommen. Die Redaktion will grundsätzlich bei allen Texten stärker darauf achten, in Produktvorstellungen Aussagen zu vermeiden, wie sie Herr H.J.F kritisiert. 

Ergänzende frühere Leseranwalt-Kolumne:

"Vorteile von Kooperationen der Tageszeitungen" (2018)

Anton Sahlender, Leseranwalt. Siehe auch: www.vdmo.de

Mobile Welt, Main-Post 3.11.18
Diese Seite vom 3. November 2018 hat Kritik hervorgerufen. Siehe beispielhaft nebenstehende Leserbriefkopie.
Leserbrief Nov. 18
Diese Kritik fasst zusammen, was auch Leser H.J.F. an der nebenstehenden und weiteren Seiten "Mobile Welt" kritisiert ha...

 

Rückblick

  1. Fotografierte Zeitgeschichte
  2. Sexueller Missbrauch: Bitte keine Details
  3. Persönlichkeitsschutz verletzt
  4. Empfehlung für mehr Transparenz
  5. Ein freches Foto und die Gürtellinie
  6. Wenn schaulustig nicht schmeichelhaft ist
  7. Wenn öffentliches Interesse schwerer wiegt als Vertraulichkeit
  8. Ein Fall für journalistische Verantwortung
  9. Niemand muss anonym informieren
  10. Öffentliches Interesse wiegt schwer
  11. Gestellte Wein- und Bierseligkeit
  12. Journalistische Wahrhaftigkeit und Gott
  13. Über den Opferschutz wacht der Presserat
  14. Die Straftat und der Verdacht
  15. Kräftige Worte von Marcel Reif
  16. Das war keine Würdigung
  17. Das Missverständnis mit der Zensur
  18. Im Kampf gegen falsche Nachrichten
  19. Meinungen ertragen lernen
  20. Keine Schablone über Redaktionen legen
  21. Ungenaue Führerscheinzahl: Wer stirbt, wird nicht gelöscht
  22. Konzeptionelles Nachdenken
  23. Amtsperson war früher
  24. Fußball kann man überblättern
  25. Kritik an Überschrift: Niederlage für Deutschland
  26. Falsche Tatsache im Leserbrief
  27. Kampf um Aufmerksamkeit und Reichweite
  28. Erkennbar bei öffentlicher Partei-Veranstaltung
  29. Geschmackssache: Foto von Merz
  30. Was hinter einer Polizei-Statistik steckt
  31. Ungleichgewicht in Zahlen
  32. Nachgeholte Berichtigungen
  33. Leserbriefschreiber nicht auf Fragen sitzen lassen
  34. Ein Plädoyer für Transparenz
  35. Verpixeln oder nicht?
  36. Heiße Tage und Nächte
  37. Vorteile von Kooperationen der Tageszeitungen
  38. Transparenz für das redaktionelle Konzept
  39. Die Größe des Dirk Nowitzki in der Zeitung
  40. Mehr als ein nach Dresden modern gewordenes Verständnis
  41. Parteigänger und ihre Vorstellungen
  42. Wider den Vorwurf, Redaktionen würden Meinungsfreiheit einschränken
  43. Aufgeklebte Werbung einer Partei
  44. Reichweite ist nicht alles
  45. Lehren für den Journalismus
  46. Kritikwürdiges Boulevardstück
  47. Analysen sind Meinung
  48. Wer hat hier Kummer mit wem?
  49. Treffende Argumente statt zuspitzender Worte
  50. Die überflüssige Ohrfeige

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