Am Patientenwohl orientierte Aufklärung ist nötig

Zum Bericht "Zahl der OPs drastisch gestiegen" (8.12.):
Den Befund im Krankenhausreport des AOK-Bundesverbands, dass sich die Anzahl der Wirbelsäulenoperationen in den vergangenen Jahren stark erhöht hat, finde ich in meiner anwaltlichen Tätigkeit bestätigt. Derzeit vertrete ich allein in diesem Bereich drei Patientinnen, die Schadensersatzansprüche gegen Kliniken sowie niedergelassene Ärzte geltend machen. In einem Fall hatte die Operation eine Querschnittlähmung zur Folge. In einem der Fälle spielt gerade auch die Frage eine Rolle, ob konservative Maßnahmen ausgeschöpft wurden und eine ausreichende Indikation für den Eingriff bestand. Bei zwei der Betroffenen handelt es sich um Frauen im Alter von lediglich Mitte 40, die somit noch viele Jahre lang an den Folgen der mutmaßlich fehlerhaften Operationen werden leiden müssen. Die Entscheidung für eine solche Operation, für die der Patient auf eine verantwortungsvolle und ausschließlich am Patientenwohl orientierte Aufklärung durch seinen Arzt essentiell angewiesen ist, sollte sicherlich wohl überlegt getroffen werden.
Dr. Burkhard Tamm, 97070 Würzburg

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