Ausdruck rücksichtsloser Machtbesessenheit und eine Verachtung demokratischer Prinzipien

Zur Berichterstattung über die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen:

Die FDP, speziell ihr Frontmann Lindner, hat mit seinen offenen und verborgenen Strategien wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sein inszenierter Kult-Satz: „Lieber nicht regieren, anstatt schlecht regieren“, ein Fake vor dem aktuellen Hintergrund war! Gerade das Gegenteil ist der Fall! Alles Denken und Tun dient dem Machtgewinn! Dem ist alles unterzuordnen, auch die Billigung der Hoffähigkeit der AfD. Ministerpräsident ist kein schlechtes Amt für den Newcomer einer knapp über fünf Prozent „Zünglein an der Waage-Partei“, eine nie wiederkehrende Chance! Es geht ausschließlich um die Reputation, mehr nicht! Nichts für Menschen mit engem Gewissen! Spannend war zu beobachten, wer der Erste sein würde, der aus der Deckung kommt! Nun hat es die FDP geschafft, diesen zweifelhaften Ruf für sich in Anspruch zu nehmen! The point of no return! Vielleicht war es aber auch nur ein Versuch der Konservativen, um die Reaktion der Bevölkerung zu testen, man könnte sich der Protagonisten schnell auch wieder entledigen! Ist der Ruf erst ruiniert..! Aufschrei und Echo sind schon jetzt gewaltig! Schon kolportieren Anhänger und Mitläufer der AfD einen Angriff auf die Demokratie. Man fühlt sich legitimiert und feiert ekstatisch immer neue Wahlergebnisse in Wahngewissheit, einem Auftrag zu folgen, der das Ziel hat, unsere Republik reaktionär zu verändern, zurückzuführen in ein Zeitalter, das für die schmerzlichsten noch offenen Wunden eines wiederauferstandenen fragilen Landes steht.

Bernhard Schlögl, 97074 Würzburg

Die Wahl des Ministerpräsidenten von Thüringen erscheint wie ein abgekartetes Spiel zwischen der AfD und dem FDP-Politiker Kemmerich. In der Geschichte unseres Staates ist dies leider kein einmaliges Vorgehen. Egal wie man es dreht und wendet, Herr Kemmerich steht, wenn er nicht zurücktritt, als Steigbügelhalter für die Faschisten in diesem Land. Offensichtlich hat Kemmerich doch nicht in Geschichte aufgepasst. Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Im Gegenteil ist es vielmehr ein Ausdruck von rücksichtsloser Machtbesessenheit und eine Verachtung der demokratischen Prinzipien. Dass die CDU Thüringen, die dieses Trauerspiel mit zu verantworten hat, sich herauswindet, ist beschämend und abstoßend zugleich. Wer die AfD als demokratische Partei bezeichnet, hat wohl vergessen, dass auch die NSDAP einst „demokratisch“ gewählt wurde. Gerade Höcke als Steigbügelhalter zu wissen, müsste einem gewissenhaften Menschen schlaflose Nächte bescheren.

Jürgen Rüster, 97340 Segnitz

Die derzeitige Hysterie bezüglich eines rechts-unterstützten Ministerpräsidenten in Thüringen zeigt deutlich die Schwächen unserer Medienlandschaft. Alle sind erbost! Aber die Frage ist doch: Wie kam es zu dieser Wahl? Wodurch hat sich der FDPler die Unterstützung aus brauner Kloake verdient, was hat er selbst dazu beigetragen? Trägt er etwa selbst gedankenloses Gedankengut in sich? Hat er sich durch karrierebedingtes Händeschütteln die Hände schmutzig gemacht? Was führte dazu, dass sich Linke und Grüne wieder einmal in einem politischen Gremium benehmen wie Vorschulkinder und dabei jeglichen Anstand und demokratische Regeln vermissen lassen?

Joachim Engel, 97422 Schweinfurt

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