Das Leiden und Sterben der Tiere ist menschengemacht

Zu „Staatsanwalt ermittelt wegen Tierquälerei im Allgäu“ (10.7.):

Da werden wehrlose Kühe aufs Brutalste systematisch misshandelt von gewissenlosen Menschen und wieder einmal ist es eine private Einrichtung, die sich aus Spenden finanziert – nämlich SOKO Tierschutz – die dies aufdeckt und zur Anzeige bringt. Wo sind die vom Steuerzahler finanzierten Einrichtungen wie Veterinäramt, Staatsanwaltschaft und Landwirtschaftsministerium, wenn Kriminelle über Wochen, vielleicht Monate und Jahre hinweg derart brutales Agieren ungesühnt ausüben dürfen? Haben diese Institutionen Angst vor Kriminellen? Und Landwirtschaftsministerin Klöckner zieht allen Ernstes in Erwägung, das heimliche Filmen in Folterställen zu verbieten. Wenn es nicht Tierschutzorganisationen und die aufbegehrende Generation „Fridays for Future“ gäbe, könnte man an unserem sogenannten Rechtsstaat verzweifeln. Doch zum Glück gibt es noch Menschen mit Mut, Anstand und Visionen. Und die lassen sich nicht mit leeren Versprechungen und durch hilfloses, unmotiviertes Handeln abspeisen.

Dr. Gerd Grosser, 97422 Schweinfurt

Tierquälerei ist nicht hinnehmbar, da sind wir uns alle einig. Sobald es aber mit der Produktion von Lebensmitteln zu tun hat, wird das nicht mehr so ernst genommen. Das Veterinäramt konnte in den fünf Jahren seiner Kontrolle bereits tierschutzrechtliche Verstöße in geringerem bis mittlerem Maße feststellen und der Betrieb hat trotzdem weitergearbeitet. Zum Glück gibt es Menschen und Organisationen wie SOKO Tierschutz, die diese fürchterlichen Zustände in die Öffentlichkeit bringen. Die Leute von diesem Milchviehbetrieb haben es mit fühlenden, leidfähigen Lebewesen zu tun und missbrauchen sie für ihre eigene Gewaltauslebung. Wie sonst kann man einem Tier so etwas antun? Jeder sollte sich die Frage stellen, ob er das unterstützen möchte, es gibt gute pflanzliche Milchalternativen.

Sonja Rößner, 97453 Schonungen

Herr Mülln und seine Organisation SOKO Tierschutz sind ein Segen für die Tiere und Mahner mit unseren Mitlebewesen respektvoll umzugehen. Aber was hat sich der Verfasser des Artikels dabei gedacht, zu erwähnen, dass 50 Menschen ihren Job verloren haben? Was sind das für Menschen, die tagtäglich mit einer unaussprechlichen Rohheit und Skrupellosigkeit ihrem Tagewerk nachgehen? Wo finden sie wieder Arbeit? Im nächsten Quälbetrieb oder gar in einem Kindergarten? Unvorstellbar! Diese Menschen gehören der Justiz übergeben. Und diese 50 Leute sind nicht allein, es sind ganz viele, die in all den anderen Tierkonzentrationslagern arbeiten. Dieses Leiden und Sterben ist menschengemacht. In Anbetracht dieser furchtbaren Umstände empfinde ich es mehr als unangebracht, hier über den Verlust von Arbeitsplätzen zu reden, es bagatellisiert die Grausamkeit, mit der man es hier zu tun hat.

Angelika Grosser, 97422 Schweinfurt

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