Der Ausdruck „Populismus“ wird als Kampfbegriff benutzt

Zum Artikel„ Die Volksversteher“ (19.12.):

Wer Demokratie ernst nimmt, sollte alles dafür tun, dass die Fragen, die eine Mehrheit der Bevölkerung beschäftigen, möglichst in ihrer ganzen Breite im politischen Prozess abgebildet und berücksichtigt werden. Im Zeitalter der modernen Möglichkeiten der öffentlichen Kommunikation sind diejenigen, die die besten Fähigkeiten der Beeinflussung der Meinung ihrer Mitbürger haben, im Vorteil, seien es die Journalisten in den Massenmedien, seien es die aktivsten und gewieftesten in der Internetkommunikation. Welche täglich aufs Neue notwendigen politischen Entscheidungen zum Wohle der Mehrheit einer Bevölkerung für die Gegenwart und die Zukunft die sachdienlichsten sind, ist oft schwer zu entscheiden – ist der Wille einer Mehrheit zielführender oder eher die Vorstellungen einer Minderheit? Bei der Komplexität der Realität droht ideologiegeleitetes Vorgehen aus allen Richtungen, wie es zum Schluss des Artikels richtig heißt. Allerdings ist der Artikel selber mal wieder ein Beispiel dafür, wie ein Ausdruck, nämlich „Populismus“, als Kampfbegriff benutzt wird, um Ansichten im – nach gängiger Bezeichnung – rechten politischen Meinungsfeld zu diskreditieren, obwohl von dort unter Umständen beziehungsweise teilweise genauso sinnvolle politische Ideen kommen können, die für eine gute Weiterentwicklung der Lebensbedingungen in einem Land hilfreich wären.

Dr. Andreas Schiebe, 97616 Bad Neustadt

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