Die Politik folgt dem diffusen Mainstream

Zum Artikel „CSU stellt sich an die Seite der Bauern“ (14.1.):

Mir drängt sich allmählich die Frage auf: Soll mit all diesen Forderungen, Verordnungen und nachfolgenden Gesetzen, wie Nitratbelastung, Arten- und Insektenschwund, Glyphosatfrage betreffen, dem unerfüllbaren Anspruchsdenken einer sensibilisierten Öffentlichkeit, die Landwirtschaft in eine bestimmte Richtung gedrängt werden, um damit die praktische Landwirtschaft sukzessive aus der ertrags- und gewinnorientierten Produktion zu drängen? Kein Zweifel, der Trend ist unverkennbar. Die ambitionierte Politik folgt dem diffusen Mainstream und sieht sich außerstande, einen dauerhaften Lösungsansatz vorzulegen. Der Begriff Subsistenzwirtschaft als eine selbstgenügsame Wirtschaftsform ist hie und da deutlich zu vernehmen. Als Subsistenzwirtschaft werden vorwiegend landwirtschaftliche Wirtschaftsformen bezeichnet, die vorwiegend der Selbstversorgung zur Sicherstellung des Lebensunterhalts einer Familie dienen. Daran orientiert müssten sich Produktionsgemeinschaften in Ortschaften oder Stadtteilen auf regionaler Basis bilden. Die praktischen Arbeiten wären auftragsgemäß an Dienstleister zu vergeben und von diesen zu organisieren. Interessenten könnten sich dann mit Nahrungsmitteln nach ihren Kriterien und spezifischen Verarbeitern versorgen. Unübersehbare Folgen zeichnen sich ab: Agrarflächen würden sich stark vermindern. Ganze Landstriche blieben unbewirtschaftet. Der Verkehrswert derart genutzter Flächen würde sich an zahlungskräftigen Interessenten oder marktorientierten Erzeugern orientieren. Den „Bauern“ gäbe es nicht mehr. Karl Marx lässt grüßen.

Alfred Kraus, 97834 Birkenfeld

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